Speedreading in 2 Minuten

Speedreading ist eine beeindruckende Möglichkeit bei gleichbleibenden Textverständnis die Lesegeschwindigkeit zu verdoppeln oder zu verdreifachen. Diese Art des Lesens braucht, wie die meisten Fähigkeiten, ein wenig Übung. Am besten wäre es, wenn du jeden Tag mindestens 20 Minuten diese spezielle Art und Weiße des Lesens trainierst, damit es sich manifestiert.

Am Anfang ist das Textverständnis nicht zwingend so hoch, wie wenn man nach der alten Art und Weiße lesen würde. Je mehr dies jedoch geübt wird, desto schneller stellt sich ein höheres Textverständnis ein. In diesem Artikel wird die grundlegende Technik gelehrt, worauf jedes Speedreading basiert. Im Teil II von Speedreading werden fortführende Techniken vorgeführt, welche die Lesegeschwindigkeit weiter massiv erhöhen. Dies sollte jedoch als Bonus angesehen werden. Die hier vorgestellte Technik wird in unter 2 Minuten deine Lesegeschwindigkeit mindestens verdoppeln. Wichtig ist, dass du die ersten Wochen täglich trainierst.

In der ersten Klasse wird wie folgt gelesen: Bustabe nach Buchstabe. Für das Wort Mama lesen die Erstklässler als erstes den Buchstaben M und dann den Buchstaben A. In ihrem Geist sprechen sie dann den ersten Teil des Wortes aus „Ma“. Dann kommt das zweite „m“ und das zweite „a“. „Mama“. Wenn man nach der ersten Klasse weiter viel ließt, stellt sich dieser Prozess mit der Zeit ein. Unterbewusst hat man die meisten Wörter schon vielmals gelesen, so dass nur noch ein kurzer Blick auf das Wort „Mama“ reicht um es als dieses Wort zu erkennen. Es ist gar nicht mehr nötig jeden Buchstaben einzeln zu lesen. Das ist höchstens noch der Fall bei Wörtern, welche man zum ersten mal in seinem Leben ließt.

Wortpaar für Wortpaar lesen

Kommen wir nun zu der erwähnten Speedreading Technik: Die meisten Erwachsenen lesen einen Satz Wort für Wort, vergleichbar mit einem Erstklässler der ein Wort Buchstabe für Buchstabe ließt. Für den Satz: „Die Katze klaut einen Fisch aus dem Teich des Nachbarn.“ Der Durchschnittrsmensch ließt in diesen Satz jedes Wort. Als erstes ließt er das Wort „Die“ und danach das Wort „Katze“. So geht es weiter bis er das Ende des Satzes erreicht hat. Genau hier setzen wir jetzt an. Unser Ziel ist es mehrere Worte gleichzeitig zu lesen. So wie ein Kind mit der Zeit gelernt hat nicht mehr Buchstabe für Buchstabe zu lesen sondern das ganze Wort, so werden Sie jetzt lernen nicht mehr Wort für Wort sondern Wortpaar für Wortpaar zu lesen.

Nehmt euch eine Zeige- bzw. Lesehhilfe. Das kann ein Kugelschreiber, Bleistift oder einfach ein anderer länglicher, nicht zu dicker Gegenstand sein. Versucht jetzt den Satz: „Die Katze klaut einen Fisch aus dem Teich des Nachbarn.“ als verschiedene Wortpaare auf einmal zu lesen. Die Wortpaare wären in diesem Fall „Die Katze klaut“; „einen Fisch aus“; „dem Teich des Nachbarn“. Ihr könnt auch als erstes damit anfangen nur zwei Wörter auf einmal zu lesen und wenn ihr dafür ein Gefühl entwickelt habt, steigert ihr es auf mehrere Wörter.

Die Augen müssen springen

Mit euren Augen macht ihr dabei immer einen „Sprung“ von Wortpaar zu Wortpaar. Hierfür hilft die Zeigehilfe. Wenn ihr z.B. mit 2 Wörtern anfangen wollt, dann zeigt ihr mit eurem Kugelschreiber zwischen die Wörter „Die“ und „Katze“. Versucht diese Wörter mit einem „Schlag“ zu lesen. Dann setzt ihr den Kugelschreiber in die Mitte des nächsten Wortpaares „klaut einen“. Eure Augen folgen den Stift und „springen“ quasi zu dem Punkt worauf er zeigt. Versucht wieder die Wörter mit einem Schlag wahrzunehmen. Wenn ihr etwas Gefühl entwickelt habt, solltet ihr für jede Zeile nur 2-3 Sprünge brauchen. Mehr wäre überflüssig.

Wir sind des peripheren Sehens mächtig, wodurch es ausreicht nur den Punkt worauf die Zeigehilfe deutet zu blicken und trotzdem die Wörter drum herum wahrzunehmen. Vergesst auch nicht, wie der Erstklässler, der nach einer gewissen Zeit des Lesen, die einzelnen Wörter erkennt, so erkennen wir JETZT SCHON die einzelnen Wortgruppen mit einem Blick. Unser Unterbewusstsein hat schon fast alles mehremale gesehen.

Übung macht den Meister

Das Wichtigste ist jedoch die Übung. Diese Technik ist relativ einfach. Aber wir müssen sie trainieren, damit wir sie verinnerlichen. Gönnen euch 2-3 Wochen, wo ihr jeden Tag mindestens 20-30 Minuten auf diese Weise lest. Am Anfang muss man sich ein bisschen dazu zwingen, aber es macht schon bald sehr viel Spass Bücher in Rekordzeit durchzulesen.

Textverständnis bleibt hoch

Ihr braucht keine Angst über fehlendes Textverständnis haben, dass ihr die Informationen nicht mehr so gut behalten könnt, wie wenn ihr dies mit „normalen“ Lesen machen würdet. Erinnert ihr euch an ihre Zeiten als Erstklässler, wo ihr Buchstabe für Buchstaben gelesen habt? War damals euer Textverständnis besser im Vergleich zu heute? Es braucht vielleicht ein paar Wochen (maximal) um sich daran zu gewöhnen. Am Anfang kann es durchaus sein, dass unser Textverständnis schlechter ist als mit der herkömmlichen Art, aber das gibt sich sehr schnell wieder!

Noch ein abschließender Tipp um euer Textverständnis und die Lesegeschwindigkeit nochmals zu verbessern: Lest schnell! Das mag jetzt etwas seltsam klingen, aber unser Gehirn ist zu den erstaunlichsten Sachen fähig. Wenn wir versuchen neben dieser Technik auch schneller zu lesen, strengt es sich mehr an und wir trainieren damit unser Textverständnis und unsere Lesegeschwindigkeit. Hiermit habt ihr am Anfang sehr wahrscheinlich ein nochmal geringeres Textverständnis, aber wie gesagt, unser Gehirn passt sich dem bald an und wird von diesem Training besser. Vielleicht nimmt man zum üben daher nicht eine Abhandlung über die Quantenmachanik, sondern eine etwas leichtere Kost, wie einen Krimi oder einen Thriller.

Ich hoffe der Beitrag hat euch geholfen und man ließt sich nächsten Montag wieder 😉

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