Luizides Träumen/ Träume steuern

Die Kunst seine Träume zu kontrollieren und zu steuern.

Luizides Träumen oder auch Klartraum genannt, beschreibt den Vorgang zu erkennen, dass man sich selber in einem Traum befindet und diesen Traum nach seinen Belieben ändern kann. Zum Beispiel, dass man anfängt einmal um die Welt zu fliegen oder dass alle Wände aus Zuckerwatte bestehen. Dies wird auch von Spitzensportler angewendet, da sie dadurch die Möglichkeit haben in ihren Träumen zusätzlich zu trainieren. Es ist zwar nicht möglich, durch Liegestütze im Traum ein Muskelwachstum zu erzielen, jedoch kann durch Klarträumen die Technik, Methodik und Bewegungsabläufe verbessert werden. Ein Kampfsportler könnte sich damit regelmäßig in die Situation begeben, dass er von zwei Unbekannten angegriffen wird.

Es muss jedoch gesagt werden, dass luzides T ein langer Weg ist und nicht nach einer Woche beherrscht wird. Je nach Talent, kann es sein, dass schon nach wenigen Tagen sich die ersten Klarträume einstellen, jedoch macht es einen Unterschied, ob man seinen Traum so gestaltet, dass man einen Apfel in der Hand hält oder aus dem nichts eine ganze Armee von Orks erscheinen lässt, um die Schlacht um Mittelerde nachzuspielen.

Durch „Training“ kann die Dauer, die Erinnerung und die Häufigkeit von Klarträumen jedoch gesteigert werden.

Zunächst ist es wichtig, dass der Träumende erkennt, dass er sich gerade in einem Traum befindet. Hierfür gibt es folgende Hilfsmittel:

Willenskraft

Die einfachste und doch eine sehr effektive Technik ist die eigene Willenskraft in Verbindung mit Suggestionen zu nutzen. Hierfür muss man sich mental (oder auch laut) sagen, dass man heute einen Klartraum erleben will. Das muss man ein paar mal vor dem Einschlafen vor sich hin sagen und sich bewusst machen, dass man dieses Erlebniss unbedingt haben will. Dies ist zwar kein Erfolgsgarant, jedoch steigert es die Wahrscheinlichkeit und die Häufigkeit eines Klartraumes rapide.

Reality Checks

Für einen Träumenden erscheint der Traum meist als die Realität. Um nun wirklich erkennen zu können, dass man schläft, helfen Reality Checks. Darunter versteht man, dass ihr regelmäßig testet, ob ihr euch in der Wirklichkeit oder in einem Traum befindet. Es muss zu ihrer festen Gewonheit werden mehrmals am Tag diese Reality Checks durchzuführen, damit euer Unterbewusstsein, dies im Traum mitnimmt. Leonardo di Caprio hat in dem Film Inception einen Kreisel genommen und ihn drehen lassen. Wenn er nicht aufhört sich zu drehen oder anfängt loszufliegen, wusste er, dass er sich in einem Traum befindet. Ihr könnt alternativ eine Legofigur nehmen und sie mehrmals am Tag in die Hand nehmen, anschauen und versuchen, dass sie durch eure Willenskraft größer wird. Wenn dies wirklich mal passiert oder die Figur anfängt zu tanzen, wisset ihr, dass ihr in einem Traum seid.

Eine alternative Methode ist es sich die Nase zu zuhalten. Wenn ihr trotzdem atmen könnt, seid ihr in einem Traum. Oder ihr zählt die Finger an euren Händen. Wenn ihr zu viele oder zu wenige habt, handelt es sich um einen Traum.

Ihr könnt auch einen Text lesen, weg schauen und dann erneut lesen. Wenn etwas anderes da steht, befindet man sich in einer Traumwelt. Am Besten ist es die Realtiätschecks zwei bis dreimal hintereinander zu machen.

Manchmal fällt auch einen abseits von diesen Reality Checks auf, dass etwas nicht den Naturgesetzen entspricht, zum Beispiel wenn die Mitmenschen alle grün werden und anfangen zu fliegen. Stellt euch einfach allgemein häufig die Frage, ob ihr gerade in der Realität oder in einem Traum seid.

Klarträume verlängern

Am Anfang wacht man oft auf, kurz nachdem man herausgefunden hat, dass man träumt. Was hier helfen kann, um diese Phase zu stabilisieren, ist eng mit Punkt Nr. 1 verbunden. Macht euch vor dem Schlafen gehen bewusst, was ihr unbedingt erleben oder anstellen wollt, zum Beispiel ein Zaubererduell gegen Draco Malfoy zu führen. Dadurch sagt ihr eurem Unterbewusstsein ihr wollt so lange Klarträumen, um Draco auch wirklich einen Fluch an Kopf zu knallen.

Traumtagebuch

Es bringt nichts, wenn ihr in euren Klarträumen alles mögliche treibt, aber just in der Sekunde des Wachwerdens bereits alles vergessen habt, was passiert ist. Deshalb führt kein Weg daran vorbei das Traumgedächtnis zu stärken. Das klappt am besten, wenn man sich ein Traumtagebuch anlegt. Legen euch dieses Traumtagebuch mit Stift neben euer Bett. Wenn ihr am nächsten Morgen aufwacht, schreibt ihr eure Träume auf. Noch effektiver: Während der Nacht wachen wir mehrmals auf und sind kurz wach. Gerade hier sind die Erinnerungen noch am deutlichsten und hier wäre es am besten die Erinnerungen sofort aufzuschreiben.

Positiver Nebeneffekt: Durch das Traumtagebuch, macht ihr ihrem Unterbewusstsein nochmal deutlich wie wichtig euch luizides Träumen ist, was sich mittelbar auf ihre Willenskraft auswirkt einen Klartraum herbeizuführen. Falls ihr einen luiziden Traum hattet, schreibt UNBEDINGT auf, woran ihr gemerkt habt, dass ihr geträumt habt,

Das sind die wichtigsten Schritte. Je nach Mensch dauert es unterschiedlich lange bis sich die Erfolge einstellen. Im Internet finden sich auch oft Pillen oder Elektrogeräte, welche garantieren, dass man einen Klartraum bekommt. Dabei handelt es sich jedoch meistens um Scam und man will den Leuten nur das Geld aus den Taschen ziehen. Für luizides Träumen ist in erster Linie der eigene Fleiß und die eigene Einstellung entscheidend.

Viel Spass beim Träumen 😉

3 Kommentare

  1. Schöner Artikel! Ich hab mich eine Zeit lang sehr intensiv mit meinen Träumen beschäftigt und in diesem Zusammenhang ein recht gutes Traumgedächtnis entwickelt. Träume waren eine Richtschnur in meinem Leben, da sie wichtige seelische Inhalte an die Oberfläche bringen. Die letzte Zeit hab ich das vernachlässigt, das Traumgedächtnis verliert sich dadurch wieder…Dein Artikel macht Lust darauf es wieder zu beleben
    Herzliche Grüße
    Daniela

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.