Prokrastination bezwingen

Aufhören die Dinge auf die lange Bank zu schieben

Jeder kennt es: Man muss eine wichtige Arbeit erledigen, eine Hausarbeit schreiben oder auf eine bevorstehende Prüfung lernen. Anstatt sich hinzuhocken und zu lernen, lenkt man sich jedoch lieber mit der neuen Folge von Game of Thrones ab oder putzt die Wohnung oder macht, wie schon seit langem vorgenommen Sport. Man macht buchstäblich alles, nur um sich von der Arbeit zu drücken und den Beginn weiter zu verzögern. Vor allem unter Studenten ist dieses „Phänomen“ sehr geläufig. Doch was kann man dagegen unternehmen?

Dein zukünftiges Ich

Eine erfolgsversprechende Technik gegen Prokrastination ist es, sich sein zukünftiges Ich vorzustellen. Niemand prokrastiniert, weil er faul ist. Der Grund ist vielmehr mangelnde Motivation. Als Beispiel: Würde dir jemand eine Waffe an den Kopf halten und sagen lerne für den Test oder ich erschieße dich, dann hätte wahrscheinlich niemand ein Problem zu lernen. Die Waffe erzeugt externe Motivation (ein sehr krasses Beispiel, ich weiß…). Um sich jedoch ohne so extreme Methoden zum Lernen aufzuraffen, kann es helfen sich sein zukünftiges Ich vorzustellen.

Stell dir hierfür vor, dass dein zukünftiges Ich in der Lage ist das Problem zu lösen und stelle dir folgende Fragen: Was für Auswirkungen wird es haben wenn ich das Problem nicht löse und weiter die Arbeit vor mir her schiebe? Wie wird sich dies auf mein zukünftiges Ich auswirken, zu welcher Person werde ich? Danach sollte man sich die Frage stellen wie würde es sich auf meine Zukunft auswirken, wenn ich die vorgenommene Aufgabe endlich umsetze. Wie wird mein zukünftiges Ich bei erfolgreicher Erledigung aussehen?

Das Visualisieren mit den positiven und negativen Folgen kann helfen die innere Motivation in uns zu wecken.

Unterteilen in kleine Einheiten

Ein anderes Hilfsmittel gegen die Prokrastination ist das Unterteilen in mehrere sehr kleinen Einheiten. Angenommen euer Projekt ist es ein Buch oder eine Seminararbeit zu schreiben, aber ihr schiebt es seit Wochen auf, dann wäre eine Möglichkeit, dass ihr euch ein lächerlich kleines Ziel vornehmt, dass ihr auf jeden Fall erledigen könnt. Euer Ziel wäre schlicht einen einzigen Satz zu schreiben. Das ist alles. Nur einen Satz. Oft ist der Anfang das Schwierigste. Wenn man dies überwunden hat, geht der Rest oft viel leichter. Vielleicht fällt Dir nach dem ersten Satz gleich ein zweiter ein.

Mir ist hierzu eine Geschichte hängen geblieben: Ein Musiker war mit seinem neuen Album massiv in Verzug und hatte Ärger mit seiner Plattenfirma. Er gab an, dass er eine geistige Blockade habe und stundenlang vor einem leeren Blatt Papier hocke, aber nicht weiter komme. Daraufhin meinte sein Manager folgendes: Ich gebe dir eine Aufgabe, die du bis morgen erledigen musst. Schreibe für deinen neuen Song ein einziges Wort. Nur ein Wort mehr nicht. Und morgen wirst du es mir zeigen. Am nächsten Morgen spielte er seinem Manager einen kompletten Song vor, den er an einem Abend erschaffen hatte. Das Schwierigste für ihn war anzufangen, zudem hat der Berg an Arbeit, der für ein Album notwendig ist, ihn weiter demotiviert. Durch das Runterbrechen auf die kleinst mögliche Einheit, wurde seine Kreativität und Motivation wieder geweckt.

Eine kleine Abwandlung zu dieser Methode ist es sich kontinuierlich zu steigern. Am ersten Tag nehmt ihr euch vor einen Satz zu schreiben. Wenn ihr das geschafft habt, nehmt ihr euch für den nächsten Tag vor zwei Sätze zu schreiben und so weiter und so fort.

Oft geht mit der Prokrastination mangelnde Willenskraft oder Selbstdisziplin einher. In diesem Artikel erfährst du, wie man das beheben kann.

Man muss für sich persönlich rausfinden, welche Methode am besten funktioniert. Für mich persönlich hat die zweite Methode mit dem Zerteilen in die kleinst mögliche Arbeitseinheit mit Abstand am besten funktioniert. Hier ist jeder Mensch verschieden und muss selber herausfinden, was zu einem passt.

Ich hoffe der Artikel hat euch gefallen. Bis nächsten Montag 😉

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