Baue dein persönliches Netzwerk auf:

Eines der wichtigsten Garanten für ein beruflich erfolgreiches Leben ist es die richtigen Leute zu kennen. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer der Studie „Getting a job“ gab an, ihren Beruf über persönliche Kontakte bekommen zu haben. Bei nicht wenigen Unternehmen ist es neben der Arbeitsleistung entscheidend die richtigen Leute zu kennen, um weitere Beförderungen zu erhalten. Wir leben in einer sich schnell ändernden Welt. Der Praktikant von Heute kann morgen schon dein Chef sein.

Die Wirtschaft und Wissenschaft haben mittlerweile erkannt, wie wichtig richtiges Networking ist. Daher häufen sich Angebote für Seminare und Workshops sowie wissenschaftliche Arbeiten zu dieser Thematik.

Oft geht beim Networking auch die Angst einher sich verstellen zu müssen, da man vor Augen immer einen extrovertierten Menschen hat, der spielend leicht auf Menschen zugehen kann und wie aus dem Nichts Freundschaften knüpft. So etwas ist zugegeben ziemlich vorteilhaft, aber man kann auch durch ein paar simple Strategien ein sehr gutes Netzwerk aufbauen und erhalten.

Im Folgenden habe ich die wichtigsten Eigenschaften, Herangehensweisen und Techniken zusammengetragen, um sich ein entsprechendes Netzwerk aufzubauen und was genau so wichtig ist, zu halten. Vor allem der letzte Punkt wird stark vernachlässigt. Hierzu ein bildliches Beispiel. Ein ehemaliger Klassenkamerad mit dem ihr gemeinsam Abi gemacht habt, hat eine Stelle zu vergeben auf die ihr euch bewerbt. Zu Schulzeiten habt ihr euch gut verstanden. Ihr wart nicht direkt Freunde, aber es kam dennoch vor, dass ihr aufgrund gleicher Freunde gemeinsam abends unterwegs wart. Ihr habt euch immer gut miteinander verstanden, aber mehr auch nicht. Die meisten werden nach der Schule zu solchen Leuten keinen Kontakt mehr haben. Wenn ihr euch jetzt 20 Jahre nach eurem Schulabschluss auf die von ihm ausgeschriebene Stelle bewerbt, werdet ihr keine wirklich besser Chance darauf haben. Wieso solltet ihr auch? Nehmen wir jedoch jetzt die gleiche Konstellation an. Nur diesmal habt ihr minimalen Kontakt gehalten. Angenommen ihr wisst von ihm, dass er Animies und Mangas liebt oder ein großes Interesse an der Börse hat, dann könntet ihr einfach immer mal wieder, wenn ihr einen interessanten Artikel über die Börse lest, ihm bei Facebook einen Link schicken und dazu etwas schreiben wie „hab den Artikel gelesen und da bist du mir direkt eingefallen. Fand das Geschriebene echt interessant, vielleicht gefällt es dir ja auch“.

Das ist alles. So etwas müsst ihr nichtmal oft machen. Alle drei bis vier Monate vielleicht. Aber ihr seid dennoch mit ihm in Kontakt. Und die zeitlichen Anstrengungen? Einfach nur den Link kopieren und ihn schicken und 1-2 Zeilen dazu schreiben. Stellt euch vor 20 Jahre nach dem Schulabschluss bewerbt ihr euch auf diese Stelle, glaubt ihr ihr habt jetzt eine bessere Chance?

Das Gleiche macht ihr mit den Leuten, die ihr auf der Party kennen lernt. Ihr sucht sie danach auf Facebook und added sie. Während der Party müsst ihr schon herausgebracht haben, was für Hobbys oder Leidenschaften sie haben und ihr könnt das gleiche wie mit eurem ehemaligen Klassenkameraden machen. Wenn ihr einen interessanten Artikel findet, dann schickt ihr ihnen diesen und unterhaltet euch kurz darüber.

Wichtig ist vor allem die Qualität der Kontakte. Qualität ist wichtiger als Quantität.

Hier kommen vor allem eure Werte zu tragen, die Loyalität, Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit sein sollten. Für die Qualität ist es auch wichtig, dass gemeinsame Aktivitäten unternommen werden, das richtet sich nach den jeweiligen Vorlieben. Mit jemanden der Fussball liebt, könnt ihr euch ein Stadionspiel anschauen. Jemand der Politik mag, könntet ihr eine Podiumsdiskussion besuchen oder euch einfach so auf einen Kaffee oder Shisha treffen und über Politik reden.

Eine weitere Möglichkeit, um ein Netzwerk aufzubauen, ist es Leute kennen zu lernen, die schon ein sehr großes Netzwerk haben. Vor allem Menschen aus der Politik, Öffentlichkeitsarbeit, Journalisten oder Restaurantbesitzer haben schon von Berufswegen viel mit Menschen zu tun. Dementsprechend ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie ein sehr großes Netzwerk inne haben. Wenn ihr euch mit diesen Menschen anfreundet, wird sich euer Bekanntenkreis automatisch vergrößern.

Ein weiteres Hilfsmittel ist es sich mit kontaktfreudigen Menschen zu umgeben, da dein näheres Umfeld maßgeblich dich selber am stärksten verändert und beeinflusst. Wenn du nicht gerade extrovertiert bist, dies aber ändern willst, dann hilft es enorm, wenn du viel Zeit mit kontaktfreudigen Personen verbringst. Dadurch lernst du, wie er mit Menschen umgeht und neue Leute kennen lernt. Dein Unterbewusstsein, wird darauf reagieren und du wirst auch mehr zu diesen Verhaltensweisen tendieren.

Auch sollte man nicht mit den Leuten erst in Kontakt treten, wenn man ihre Hilfe braucht. Es wirkt einfach nur manipulativ und egoistisch. Davor hat dich diese Person kein bisschen interessiert und nun bist du in Nöten und du meldest dich bei dieser Person. Keiner mag solche Menschen. Baue dir dein Netzwerk rechtzeitig auf. Es wird Zeit kosten, aber das ist es wert.

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