Die Kunst der Willenskraft

Disziplin und Willenskraft gehen Hand in Hand. Für das Erreichen persönlicher Ziele brauchen wir meistens viel Disziplin. So braucht man für eine Diät die Disziplin den eigenen Ernährungsplan einzuhalten oder für einen muskulösen Körper die Disziplin regelmäßig zu trainieren. Für einen Abschluss muss man diszipliniert lernen. Das klingt simpel, aber es scheitert meistens in der Praxis. Oft hören wir nach kurzer Zeit mit der Diät oder dem Fitnesstraining auf. Anstatt zu regelmäßig zu lernen, spielt man lieber Playstation bevor man ein paar Tage vor der Prüfung in Panik verfällt.

Diese mangelnde Disziplin geht mit zu geringer Willenskraft einher. Die Willenskraft die vorgenommenen Ziele zu erreichen. Wichtig zu verstehen ist, dass unsere Willenskraft wie ein Muskel funktioniert. Wird er belastet und benutzt so ist er danach geschwächt. In uns macht sich das Gefühl von geistiger Ermüdung breit. Hierzu gibt es eine interessante Studie: Es wurden Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt. Gruppe A durfte Kekse essen. Gruppe B musste die Kekse anschauen, durfte aber nicht von ihnen kosten. Dieser Vorgang kostete den Kindern viel Willenskraft. Anschließend mussten die Kinder ein schweres Puzzle lösen. Die Kinder von Gruppe B gaben viel schneller auf als die Kinder von Gruppe A. Ihre Willenskraft war schon von den Anstrengungen keine Kekse essen zu dürfen, erschöpft. Nahezu alles kostet Willenskraft. Jede Entscheidung, die wir treffen verbraucht etwas von unserer Willenskraft. Vielleicht kennst du es, dass du nach einen anstrengenden, harten Arbeitstag einfach nur was essen und dann schlafen willst. Wenn du dann im Supermarkt bist, kannst du dich nur schwer für ein Abendessen entscheiden. Das liegt daran, dass deine Willenskraft von diesen harten Arbeitstag so erschöpft ist, dass kaum noch genügend für die Entscheidung deines Abendessens vorhanden ist. Je erschöpfter wir sind, desto weniger und auch schlechtere Entscheidungen werden wir treffen. Verkäufer nutzen dies manchmal gezielt aus, ihre Kunden gerade dann zum Abschluss eines Kaufvertrages zu drängen, weil sie wissen, dass sie in diesem Stadion ihre Entscheidungen nicht mehr so kritisch durchdenken werden.

Das ist auch der Grund wieso man in seinem Leben nur eine Sache nach der anderen verändern sollte. Anstatt mit einer Ernährungsumstellung, Sport, einen neuen Beruf und mit der Gründung eines eigenen Unternehmens gleichzeitig anzufangen, sollte man eins nach dem anderen machen. Unsere Willenskraft wird anfangs sonst viel zu sehr aufgebraucht und nach ein paar Wochen machen wir gar nichts mehr davon. Besser wäre es als erstes mit Sport anzufangen. Wenn man sich daran gewöhnt hat und es eine feste Gewohnheit ist, kostet es auch nicht mehr viel Willenskraft diese Disziplin aufrecht zu erhalten. Nun kann man das nächste Ziel in Angriff nehmen.

Das positive an der Selbstdisziplin und Willenskraft ist, dass man diese trainieren kann, weil sie, wie oben bereits erwähnt, wie ein Muskel funktionieren. Wenn man ein sehr undisziplinierter Mensch ist, sollte man erstmal mit leichten Gewichten anfangen. Für den Einstieg können ganz simple Sachen wie Zahnseide benutzen schon ausreichen. Wenn dies als Gewohnheit verankert ist, kann man sich an etwas anspruchsvolleres heranwagen. Wie bei so vielen Sachen lautet auch hier das Zauberwort für die Veränderung Gewohnheiten. Mit dem Schaffen und Beibehalten von neuen Gewohnheiten hat man das perfekte Workout für die eigene Willenskraft.

Abschließend noch ein kleiner Tipp für mehr Disziplin. Man konnte nachweisen, dass Zucker sich positiv auf die Willenskraft auswirkt. So kann es nach einen anstrengend Tag kurzfristig helfen eine Cola zu trinken. Allerdings wird dieser eine positive Vorteil durch die vielen negative Nachteile bezüglich der Gesundheit überschattet. Man sollte mit diesem Booster daher eher sparsam umgehen

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