Die Geheimnisse der besten Studenten für gute Noten

Was machen 1,0 und 4,0 Studenten anders? Klar, lernen! Aber wie schaut es im Detail aus? Wo sind die Unterschiede zwischen den besten und den durchschnittlichen Studenten? Es liegt nämlich nicht am strikten mehr Lernen als alle anderen. In diesem Artikel soll es darum, gehen wie effektives Lernen ausschaut und was die erfolgreichsten Studenten meistens anders machen. Intelligenz ist hierfür zwar sehr hilfreich, aber nicht ausschlaggebend. Grundstein für den Erfolg von den besten Studenten sind gewisse Strukturen, Tricks, Techniken und Gewohnheiten, denen sie folgen:

  1. Keine Ablenkung: Hier brauche ich nicht mehr viel sagen. Durch das ständige Schauen auf das Handy, ob neue Nachrichten eingetroffen sind, wird jedes mal aufs Neue  die Konzentration ganz kurz komplett unterbrochen. Der Geist muss sich danach erstmal neu sammeln, was ihn Kraft kostet. Zudem sind wir nicht mehr so fokussiert wie noch vor wenigen Minuten.
  2. Prokrastination: Erfolgreiche Studenten schieben ihre Aufgaben nicht auf! Sie haben eine unglaubliche Disziplin, wenn es darum geht mit dem Lernen anzufangen. Wenn das für dich auch noch ein Problem ist, dann ließ dir diesen Artikel durch. 
  3. Weniger ist mehr! Die Mehrheit der 1,0 Studenten bevorzugt es, statt lange Lerneinheiten, kurze und knackige Lerneinheiten einzulegen und dann dem Geist eine Pause zu gönnen, um sich wieder zu erholen. Das liegt daran, dass nach 50 Minuten Lernen die Konzentration massiv nach unten geht. Anstatt dann noch weitere Stunden dran zu hängen, woraus nur mäßig effektives Lernen wird, machen erfolgreiche Studenten viel früher eine Pause und jedes Mal, wenn sie erneut anfangen sind sie motivierter und mit neuer Energie dabei. Auch hierzu gibt es hier eine Lerntechnik, die als eine der effektivsten Lerntechniken überhaupt gilt. Oft können 3 Stunden effektives(!) Lernen somit ertragreicher sein, als wenn manche versuchen 8 Stunden am Stück eine Nacht durch zu lernen. 
  4. Sie nutzen To-Do-Listen. Jeden morgen schreiben sie die wichtigsten Sachen auf, die sie heute erledigen wollen. Allein durch das Schreiben, wirkt es auf unter Unterbewusstsein, als würden wir einen Vertrag mit uns selber abschließen, dass wir das nun auch wirklich abhaken. Auch für diese Thematik gibt es hier den passenden Artikel 😉
  5. Das nächste Zauberwort heißt Lerntagebuch: Es funktioniert, wie ein normales Tagebuch, nur dass es sich um das Lernen dreht. Man nimmt sich ein paar wenige Minuten nach dem Lernen Zeit und schreibt, was beim Lernen heute gut lief und was nicht. Wieso man konzentriert bei der Sache war oder wieso nicht. Was man besser machen könnte und was schon richtig gut läuft. Welche Thematiken noch zu lernen sind und welche man bereits gelernt hat. Man hat die wichtigsten Sachen somit immer vor Augen. Außerdem ist dies eine direkte Botschaft an unser Unterbewusstsein, dass uns diese Angelegenheit extrem wichtig ist. Wir werden allein durch das Schreiben, langfristig eine höhere Motivation haben und auch der Prokrastination leichter strotzen. Wen ihr mehr darüber erfahren wollt, dann kann ich euch diese Seite empfehlen.
  6. Ein weiterer Punkt ist das Energielevel: Gegen Nachmittag reduziert der Körper seine Aktivitäten und bereitet sich schon langsam auf den Schlaf vor. Genau deswegen sollte man morgens mit dem Lernen anfangen. 
  7. Nach jeder Stunde (oder Lerneinheit nach der Pomodorro-Technik) die wichtigste Sache heraus schreiben (auf eine Karteikarte), die man gelernt hat. Dieser Tipp hat mir mit Abstand am meisten geholfen. Es klingt simpel und unnütz. Aber wendet ihn einfach mal in eurer Klausurenphase an. Allein dieser kleine Trick mit minimalen Aufwand, war es schon wert diesen Artikel zu lesen. Das ist sozusagen der Goldnugget hier 😉
  8. Lernt als erstes grob und dann die Details: Das habe ich durch meine Examensvorbereitung herausgefunden. Viele verlieren sich im Lernen. Sie haben einen komplexen Fall und verkrampfen sich total darauf. Sie müssen ihn zu 100 % verstehen. Bis sie das geschafft haben, sind die anderen schon 5 mal weiter. Zugegeben, diesen einen Fall können sie dann besser, aber wenn etwas anderes dran kommt, fallen sie durch. Zudem funktioniert unser Gehirn auch anders. Nach der aktuellen Lernpsychologie ist es so, dass wir vor allem sehr komplizierte Informationen besser verarbeiten können, wenn wir als erstes die ganz ganz groben Zusammenhänge und die Grundsystematik verstehen. Wenn dies drinnen ist und damit meine ich, dass man diese Basics zu 100 % verstanden hat, dann soll man erst beim Wiederholen auf die Details gehen. Und jedes Mal kann man dann tiefer und tiefer einsteigen. So verknüpft unser Gehirn diese Informationen viel besser und es bleibt im Langzeitgedächtnis. 

Das war es heute von mir. Ich hoffe dieser Artikel hat euch gefallen und bis nächsten Montag 😉

5 Kommentare

  1. Lieber Stophel, das ist toll, dass Du alle Dinge hier zusammenträgst, die beim Studium helfen. Ich weiß noch, wie ich anfing und allein von der Masse des zu lernenden Materials erschlagen wurde. Ich war die erste in meiner Familie, die überhaupt auf eine Uni ging, und manchmal dachte ich – vor allem am Anfang – dass dieser Ausflug sehr kurz sein würde. Also, solche Artikel hätten mir enorm geholfen damals… Dennoch wäre ich etwas vorsichtig, so gut alle Deine Tipps sind, wir lernen am Ende doch verschieden. Es gibt da sicher sehr grundsätzliche Dinge, wie sich nicht ablenken zu lassen. Aber dann fängt die Variation eben schon an. Es ist eben leider nicht so, dass man nur fleißig sein muss, um am Ende die Eins abzugreifen. Es muss auch genug im Kopf sein. Und das ist bei allen anders verteilt. Es gibt eben immer diejenigen, die ewig Party machen, und am Ende die beste Note bekommen. Na halt, nur, dass am Ende keine/r enttäuscht ist 😉

  2. Danke für deine Antwort :). Da widerspreche ich dir überhaupt nicht. Ich wollte es auch nicht als die einzig wahre Wahrheit darstellen. Ich wollte damit grundlegende Dinge aufzeigen, was vielen Leuten hilft beim Lernen vor allem beim Studium. Ich kenne auch einen der sich mehrmals die Woche in der Examensvorbereitung betrunken hat und trotzdem um einiges besser war als ich.

  3. Schlecht ist, wenn der Student das alles weiß und kennt – und es dann doch nicht umsetzt. 🙁

    In meinen Augen ist das Smartphone bzw. das Internet das größte Übel. Fast alles wird online gemacht, selbst die Scripte und Folien werden über WhatsApp versandt, so dass die Gelegenheit, mal eben auch noch das komplette Handy zu checken immer ziemlich nah liegt. Mal eben ein Tutorial auf YouTube schauen … ah … da gibt es ein neues Video von XY …..

    Dass Lernen mit Papier und Bleistift out ist, ist in meinen Augen schlecht, denn Prokrastination ist bei der „Generation Smartphone“ vorprogrammiert. Es gibt Menschen, die haben intellektuell echt große Chancen beim Studium – und können doch nicht abschalten vom Internet.

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