Um 4:30 aufstehen Teil III

Einschlafen um 21:30

Ich muss sagen, mein Körper hat sich schon relativ gut an den neuen Schlafrhythmus gewöhnt. Um 20 Uhr merke ich die Müdigkeit und dass ich bald meinen Schlaf brauche. Das Einschlafen klappte meistens auch sehr gut. Es kam zwar dennoch vor, dass es mal nicht so gut lief und ich länger wach war, aber insgesamt hat es diese Woche kein großes Problem dargestellt. Vor allem im ersten und auch noch im zweiten Bericht, habe ich erwähnt, dass dies gerade das schwierigste für mich war, da mein Körper daran gewöhnt war, um einiges später zu schlafen. Vereinzelt dachte ich mir auch, ich würde jetzt lieber doch noch ein oder zwei Stunden wach bleiben und dies oder das machen, aber meistens war ich um 21:30 so müde, dass ich auch wirklich schlafen wollte.

Das Aufstehen

Am Anfang der Woche hatte ich zwei Tage, wo es eine ziemliche Quälerei war. Der Rest der Woche war dafür relativ normal. Es war genauso, wie wenn normalerweise der Wecker um 6:15 Uhr geklingelt hätte. Ich bin jetzt nicht direkt voller Tatendrang aufgesprungen und wollte die Welt erobern, es war einfach ganz normal. Der Unterschied zum normalen Aufstehen war meiner Meinung nach folgender: Wenn der Wecker sonst um 6:15 klingelte, musste ich raus, weil ich ansonsten zu spät zur Arbeit komme. Ich hatte da nicht wirklich eine Wahl. Wenn jetzt der Wecker um 4:30 klingelt, fühle ich mich meistens genauso wie früher um 6:15, aber dennoch habe ich den Gedanken: „Eigentlich kann ich auch ruhigen Gewissens jetzt noch länger im Bett liegen bleiben und schlafen“. Vom Schlafgehalt und Energieneveau macht es über den Tag keinen wirklichen Unterschied, ob der Wecker um 4:30 klingelt oder um 6:15, aber es braucht dennoch mehr Willenskraft, weil man ohne irgendwelche Nachteile noch länger im Bett liegen bleiben könnte.

Die zusätzliche Morgenzeit

Wie schaut jetzt mein Morgen mit der zusätzlichen Zeit aus?

Zum einen habe ich seit dem nie ein Problem gehabt, eine freie Waschmaschine bei mir im Haus zu bekommen. Das ist schon mal ein ziemlicher Pluspunkt. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich die Morgen nicht nur nutze, um lauter produktives Zeug zu machen oder Aufgaben abzuhaken. Die Sache ist die: Bei jedem stapeln sich Erledigungen oder Aufgaben an z.B. Emails schreiben, Steuererklärungen, Unterlagen suchen etc. Für solche Sachen sind die frühen Morgenstunden super um sie abzuhaken. Allerdings hat man dann nach ein paar Tagen auch alles abgehakt. Und wenn etwas neues dazukommt ist das oft schnell erledigt, weil sich nichts mehr anstaut.

Ich räume bei mir meistens morgens etwas auf, so dass das Putzen nicht mehr nach Feierabend fällig wird. Ich nutze die Zeit auch um z.B. diesen Blog zu schreiben und ältere Beiträge zu bearbeiten oder die Homepage zu gestalten. Für solche Sachen ist es super früh aufzustehen. Wenn man so ein kleines Projekt neben seinem Beruf am laufen hat, sollte man sich echt überlegen, früher aufzustehen. Man ist ungestört und wird auch nicht abgelenkt. Wenn man sowas nicht hat, hat man viel Zeit… Natürlich hat dieser Blog nicht jeden Morgen voll ausgefüllt.

Es gab dennoch ein paar positive Effekte: Zum einen gestaltet man den Morgen sehr entspannt. Man hat ja viel Zeit und oft überschaubare Arbeiten zu erledigen. Man lässt sich dabei Zeit und hetzt sich nicht. Davor war es morgens bei mir, dass ich dauernd auf die Uhr geschaut habe, um nicht zu spät zu kommen. Man geht also schon mal entspannter in den Tag. Ein anderer Bonus war ein mentaler Effekt: Man muss sich zwingen so früh aufzustehen. Wenn man das durchzieht, fühlt man sich gut, dass man schafft, was man sich vornimmt und ist stolz darauf. Es stärkt unbendig die Willenskraft. Ich habe dazu auch ein Video von zwei ehemaligen Navy Deals Soldaten gesehen, die über die psychischen Vorteile reden, wenn man so früh aufsteht: https://www.youtube.com/watch?v=g-zNKd0okYA

Resümee

Mein Körper gewöhnt sich immer mehr daran und vor allem wenn man ein Ziel oder ein Projekt hat, dass man nebenher verfolgt, ist es auf jeden Fall eine Überlegung wert. Wenn man sowas nicht hat, würde ich es persönlich keinem Empfehlen, außer man möchte unbedingt seine Willenskraft und Disziplin mit allen Mitteln trainieren. Nächstes Montag gibt es meinen Abschlussbericht, bis dahin alles Gute 🙂

7 Kommentare

  1. Ich stehe seit über zwanzig Jahren jeden Morgen um 6:00 auf, jetzt mit dem Kleinkind sogar 5:30. Das ist ja für viele bereits ziemlich früh. Ich denke, es wäre für mich physiologisch nicht sehr schwierig, diese Zeit noch mehr nach hinten zu verschieben, aber irgendwann hört die soziale Kompatibilität einfach auf. Ich finde es jetzt schon enorm schwierig, bei Feiern, Treffen von Freunden &co nach 22:00 noch wach, aktiv und fröhlich-frisch zu bleiben.
    Ich finde es aber toll, dass dir die paar Tage gereicht haben, die angestauten kleinen Dinge zu erledigen! Dafür hat es sich ja total gelohnt!
    Liebe Grüße Juli

  2. hey die bella nochmal hier
    ich hatte ja schon im teil eins gebellt
    und ich muß sage das ich ein solch regelmäßiges leben
    garnich soo doll mag
    manchmal kommen wir auch erst früh 04dreißig
    ins bett
    meist is das wenn vollmond is
    nich das uns der am schlafen hindern würde
    oder wir wegen ihm schlechter schlafen
    nein
    ich nutze dann das helle mondlicht zum jagen 🙂
    nachts
    mußt du nämlich wissen is richtig was los im wald
    schlafen tun wir dann wenn wir zeit haben
    gruß bella 🙂

  3. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Etwas besseres als Rituale, wie jeden Morgen um 4:30 Uhr aufstehen, kann uns gar nicht passieren. Und erst recht für Kids: tägliche Rituale!

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