Bärtiger Dude schläft neben Wecker

Jeden Tag um 4:30 Uhr aufstehen: Das Finale

Ich habe die drei Wochen Challenge geschafft und hinter mich gebracht. Es war nicht leicht jeden Tag um 4:30 Uhr aufzustehen, aber jetzt fühle ich mich gut, dass ich es durchgezogen habe. Dieser Artikel wird etwas länger als, sonst, weil ich nicht nur über die letzte Woche sondern auch ein abschließendes Resümee geschrieben habe.

Die letzte Woche

Die letzte Woche war nicht spektakulär. Es hat sich wenig neues ergeben. Mein Körper war wie im Bericht drei schon erwähnt, relativ gut dran gewöhnt früh einzuschlafen. Einmal konnte ich leider bis Mitternacht nicht einschlafen und dementsprechend habe ich mich dann am nächsten Tag gefühlt…

Die zusätzliche Zeit am Morgen habe ich genutzt, um neue Artikel für meinen Blog zu schreiben ältere Beiträge zu bearbeiten. Insgesamt waren die Morgende sehr ruhig und entspannt, weil ich mir keinen Stress gemacht habe und genügend Zeit hatte. Ich habe auch manchmal die ein oder andere Serie Modern Family angeschaut, weil ich noch 30 Minuten Zeit übrig hatte, bevor ich zur Arbeit musste und nicht wusste, was ich damit anfangen soll.

Mein großes Problem diese Woche (wie auch letzte) war das trinken gehen mit Freunden. Wenn man genügend Schlaf haben will, muss man schon um 21:30 Uhr schlafen gehen. Wenn man länger abends was macht und das in Verbindung mit Alkohol, dann ist der nächste Tag einfach gelaufen.

So viel zur letzten Woche…

Vorteile um 4:30 aufzustehen

  1. Willenskraft und Selbstdisziplin trainiert und auch Selbstvertrauen aufgebaut
  2. All die angestauten Aufgaben (Steuererklärung, Putzen, Wäsche, Berichte schreiben, Emails schreiben) habe ich erledigt
  3. Der Morgen ist immer sehr entspannt auch wenn man einiges erledigt. Man geht in einen sehr ruhigen und entspannten Modus in die Arbeit
  4. Zeit für sich (und das nicht zu knapp)
  5. Für Nebenprojekte wie z.B. Sport, Blog oder Buch schreiben, muss man sich nicht mehr nach der Arbeit aufraffen und setzt sie eher um
  6. Man fühlt sich extrem gut, wenn man schon einige Sachen erledigt hat und die anderen noch nicht mit den Tag angefangen haben
  7. Höhere Produktivität

Nachteile um 4:30 Uhr aufzustehen

  1. Harte Eingewöhnungszeit in den neuen Rhythmus
  2. Vor allem am Anfang wird man unter Schlafmangel leiden
  3. Schon fast zu viel freie Zeit am Morgen, dass man nicht weiß was man damit tun soll
  4. Abends weggehen gestaltet sich als extrem nervig 

Resümee

Es war echt mega interessant und spannend das am eigenem Leib durchzumachen. Ich habe auf jeden Fall mehr geschafft, als wenn ich bei meinem alten Schlafrythmus geblieben wäre. Man hat vor allem am Anfang ein sehr positives Gefühl und auch viel Motivation. Bevor die meisten Menschen ihren Tag starten hat man schon seine Erledigungen, Wäsche waschen und Sport erledigt.

Allerdings hat man echt viel Zeit am morgen und auch wenn man sie nutzt um ausgiebig zu frühstücken und seine Aufgaben sehr entspannt zu erledigen, stellt man sich öfter die Frage, ob es nicht schöner wäre länger im Bett geblieben zu sein. Zudem war es immer sehr nervig, wenn ich abends mal etwas mit Freunden machen wollte. Da war der Schlafmangel vorprogrammiert. Hier muss man dazu sagen, dass man bei einer Schlafumstellung mindestens die erste 3 Wochen sehr konsequent um 4:30 Uhr aufstehen soll, damit der Körper sich daran gewöhnt. Danach kann man auch am Wochenende länger schlafen. aber es muss einem bewusst sein, dass dann dieser Schlaf nicht so erholsam sein wird, weil ihr am Wochenende gegen euren neuen normalen Rhythmus schlaft. (Hier ein Interview von einem Youtuber, der auch um 4:30 Uhr aufgestanden ist und mit einem Schlafmediziner darüber redet.)

Wem ich es empfehlen würde um 4:30 Uhr aufzustehen

Es hat einige Vorteile, dennoch kann ich es nur wenigen Menschen empfehlen. Meiner Meinung nach lohnt es sich fast nur, wenn man ein Projekt neben der Arbeit am laufen hat. Zum Beispiel man fängt an ein Buch zu schreiben. Dann steht man so früh auf, macht vielleicht noch Wäsche und Käffchen, hockt sich an den Laptop und schreibt etwas. Bei solchen Sachen finde ich, ist es wirklich etwas Grandioses.

Der ein oder andere wird sich wahrscheinlich denken, wo ist denn der Unterschied, ob ich am morgen oder am frühen Abend nach der Arbeit an dem Buch schreibe. Ich kann hier nur für mich sprechen: Ich bin nach dem Arbeitstag meistens extrem erschöpft. Dann mich nochmal aufzuraffen, um an einem Buch weiter zuarbeiten, fällt mir echt schwer. Zudem würde mir dann die Lust und Motivation verloren gehen. Anstatt wohlverdient zu entspannen, muss ich mich nun zu dieser Aufgabe quälen. Wenn man jedoch früh aufsteht, ist man noch nicht gerädert vom Alltag. Zudem ist für mich immer wichtig, dass ich meine „Freizeit“ habe, in der ich wirklich ohne schlechtes Gewissen gammeln und nichts tun kann.

Ansonsten kann ich es niemandem empfehlen, weil man kaum weiß was man mit der vielen Zeit machen soll neben den täglichen Hausarbeiten und sich beim Frühstück Zeit zu lassen. Zudem ist es sehr nervig, wenn man abends mal weggehen will. Von daher würde ich es vor allem jüngeren Menschen noch weniger empfehlen. 

Werde ich es weiterführen?

Ich war insgesamt sehr begeistert davon, und mir hat es gefallen, am morgen Zeit für mich zu haben und den Tag entspannt zu starten. Außerdem nutze ich die Zeit um hier an meinem kleinen Blog zu arbeiten, was mir sehr viel Spass macht :). Aber um 4:30 Uhr aufstehen, ist mir dennoch zu krass. Ich möchte umsteigen auf 5-5:30 Uhr. So habe ich immer noch Zeit, um an meinem kleinen Projekt hier zu „arbeiten“, aber ich bekomme mehr Schlaf. Auch werde ich, wenn ich abends mal weggehe nicht mehr früh aufstehen, sondern so lange schlafen wie ich will.

Ich hoffe euch hat meine Challenge gefallen und ihr hattet Spaß daran die Beiträge zu lesen. Wenn ihr auch mal sowas gemacht habt, könnt ihr ja mal von euren Erlebnisse berichten, oder ob ihr euch vorstellen könnt auch mal so früh aufzustehen :).

Dann bis nächsten Montag 😉

10 Kommentare

  1. Ich denke mal 05:30 ist ein guter Kompromiss. Ist gut machbar, wenn man 22:30 in der Koje liegt. Und Ausnahmen sollte es auch geben 😉
    Viel Erfolg

  2. Sehr interessant, Deine Challenge.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass man morgens sehr viel produktiver ist, wenn man um sich herum keinerlei Ablenkungen hat. Warum es allerdings 4.30 Uhr sein muss, leuchtet mir nicht ein. Vielleicht sollte man es generell davon abhängig machen, wann man normalerweise aufstehen muss. Mein Mann und ich sind selbständig, wir fangen um 09.00 Uhr an zu arbeiten. Wenn ich um 04.30 Uhr aufstehe, bin ich 3,5 Stunden vor meiner regulären Zeit auf und ich glaube nicht, dass ich diese Zeit jeden Tag brauche. Ich wasche nicht jeden Tag, ich schreibe nicht jeden Tag Blogartikel, ich habe nicht jeden Tag Steuererklärungen zu machen oder, oder, oder … also hätte ich morgens viel Zeit, zu viel Zeit. Dann doch lieber 2 – 3 x pro Woche früh aufstehen, seinen Sums erledigen und das Wochenende und die Zeit mit den Freunden dafür ohne Reue genießen.

    Man kann alles übertreiben – und dann wird es schnell zum negativen Aspekt im Leben.

    LG Babsi

  3. Hihi – mal ein kleiner Perspektivwechsel… mit meinem Sohn bin ich regelmäßig ab 5.00 – 5.30 wach (oder war es zumindest bis vor wenigen Monaten). War eben sein Schlafrhythmus, nicht meiner. Darüber, womit ich dann die rund 3 Stunden bis Arbeitsbeginn füllen sollte, musste ich mir auch keine Gedanken machen: Kuscheln, Spielen, Vorlesen, beim Anziehen helfen, Frühstück, wieder Spielen, Brot für unterwegs richten, wieder beim Anziehen helfen, dazwischen ggf. Trösten, Mahnen, Wutanfall aushalten etc.
    Finde dein Experiment interessant, aber denke, manch eine/r wäre froh, sich überhaupt über zuviel freie Zeit am Morgen Gedanken machen zu können…😉 Lieben Gruß, Sarah

  4. Ich stehe auch gerne früh auf und genieße den erwachenden Tag. Manchmal, aber sehr selten, verlangt mein Körper dann einen Ausgleich und ich gehe etwas früher schlafen.

  5. Deine Zeit ist sehr früh😯 und im Sommer leichter, als im Winter. Egal zu welcher Zeit ich an einem Ort sein muss, ich stehe 1 1/2 Std früher auf, weil ich die Schneckenzeit für mich brauche. Danach kann kommen was wolle….

  6. Cool, dass Du das Experiment gewagt hast. Wie sieht es denn inzwischen aus?
    Ich stehe meist um 5 Uhr auf und ab 21 Uhr mache ich mich „bettfein“ damit ich spätestens um 22 Uhr in der Koje liege.
    Ist übrigens auch im ayurvedischem Sinn 😉

  7. Ich stelle mir keinen Wecker mehr, aber durch das Experiment wache ich automatisch fast immer um 5:30 aus. Die Zeit nutze ich meistens um hier an der Homepage ein bischen zu arbeiten :).

  8. Man gewöhnt sich an alles. Stehe jeden Morgen um 4:45 Uhr auf, und das seit vielen Jahren. Bis vor zwei Jahren hab ich abends öfter noch auf Konzerten gearbeitet, wo man dann vor ein oder zwei Uhr nicht in die Federn gekommen ist. Und dann wieder so früh raus, da möchte man den Wecker erschlagen… Ging aber auch irgendwie. 😁😉☕️☕️☕️

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