Produktivitäts-Hacks

Ich habe schon in einigen anderen Artikel über Zeitmanagementtricks oder Hacks für mehr Produktivität geschrieben. Diese Reihe möchte ich hier fortführen mit ein paar neuen Tipps und Tricks. Vielleicht ist etwas für euch dabei, woraus ihr euren Nutzen ziehen könnt :).

Mentalte Einstellung: Was willst du?

Schreib dir eine Liste, was du willst. Was brauchst du für ein erfülltes Leben, damit du auf dem Totenbett dein Leben nicht bereust? Diese Liste soll auf folgende Fragen Antworten geben: Welche Erlebnisse möchtest du haben? Woran soll man sich nach deinem Tod erinnern, wenn man an dich denkt? Was willst du besitzen? Wie sollen deine zwischenmenschlichen Beziehungen mit Familie und Freunde aussehen? Was ist dir in Sachen Liebe wichtig? Was möchtest du lernen?  Welche Rolle spielt deine körperiche, spirituelle und mentale Gesundheit? Wie kannst du anderen etwas zurück geben? Unterteile die Liste in Kategorien, wie Beruf/ Business, Freunde & Familie, Gesundheit und Erlebnisse (wieso genau folgt später).

Wenn du diese Liste schreibst, dann erlaube dir groß zu denken und über einen Zeithoriozont von 15 Jahren oder länger. Mit dieser Liste trainierst du eine gewisse Struktur in deinem Gehirn, die sogenannte Formatio reticularis. Sie übernimmt die Aufgaben eines Sekretärs und wird dann aktiv, wenn wir unterbewusst Entscheidungen treffen. Wenn du diese Liste also schreibst, dann wird die Formatio reticularis  vermehrt auf diese Liste zurückgreifen und unterbewusste Entscheidungen helfen dir dabei deine Ziele zu erreichen. Das ist meiner Meinung nach einer der besten Produktivitäts-Hacks überhaupt.

Werde dir bewusst warum du etwas willst

Kein Produktivitäts-Hacks wird was helfen, wenn du keine Motivation für dein Ziel hast. Vor allem bei längerfristigen Zielen z.B. durch jahrelanges Training einen entsprechenden Körper zu erlangen oder ein Buch zu schreiben, scheitert es bei uns oft an der Motivation. Am Anfang war man noch Feuer und Flamme und dann geht es in der Hektik des Alltages langsam unter. Hier hilft es auf der erstellten Liste, neben den einzelnen Zielen zu schreiben, wieso man das möchte. Auch hiermit werden unsere unterbewussten Entscheidungen beeinlfusst. 

Unterteile deine Ziele in Zwischenziele

Das Zauberwort heißt Babysteps. Wenn du ein sehr langfristiges Ziel hast auf mehr als 5 Jahre ausgelegt, dann sollte man davon ausgehen, dass nach 3 Jahren die Motivation schwindet. Wahrscheinlich schon viel früher. Es wirkt oft zu unbestimmt, zu unkonkret und wenig fassbar bei einem langen Zeithorizont. Nimm dir eines deiner Ziele heraus und unterteile es in Miniziele. Dazu kannst du auch Wochen-, Monats-, Quartals- und Jahresziele aufstellen. Am besten schreibst du diese Ziele auch auf und wenn du sie erledigt hast, hakst du sie ab. Es klingt vielleicht für den einen oder anderen albern, aber wissenschaftliche Studien haben eindrucksvoll belegt, wie das Schreiben von Zielen und Teilzielen einen erheblichen Einfluss auf das Erreichen dieser Ziele haben kann. 

Fokussiere deine Kraft

Konzentriere dich auf einen Bereich und nicht auf alle Bereiche gleichzeitig. Anstatt dass du versuchst, von null auf hundert deine Fitness zu verbessern, nebenbei selbstständig zu werden und gleichzeitig noch eine kaputte Beziehung aufzuarbeiten, solltest du deine Kräfte fokussieren und eins nach dem anderen anpacken. Als erstes kümmerst du dich z.B. um die kaputte Beziehung. Danach fängst du mit Sport an. Wenn das eine feste Gewohnheit ist, dann wäre vielleicht die Zeit gekommen sich selbstständig zu machen. Unsere Willenskraft ist begrenzt und funktioniert wie ein Muskel. Wenn wir zu viele neue Sachen gleichzeitig versuchen, werden wir scheitern, als wenn wir im Fitnessstudio versuchen 300 kg auf der Handelsbank zu stemmen, aber noch nie Sport gemacht haben. Falls du mehr zu Willenskraft und Selbstdisziplin erfahren willst, dann empfehle ich dir diesen Artikel.

Was auch massiv helfen kann sind Gewohnheiten zu aktivieren. Allerdings habe ich dazu schon einen Beitrag geschreiben, darum verweise ich hier nur freundlich darauf ;).

Ich hoffe der Beitrag über Produktivitäts-Hacks hat euch gefallen. Falls ja könnt ihr einen Kommentar da lassen ;). Bis spätestens nächsten Montag für den nächsten Artikel :).

9 Kommentare

  1. In ähnlicher Art und Weise praktiziere ich das schon eine Weile – und es hilft wirklich weiter im Leben! Im Kleinen wie in Großen. Und auch, wenn man nicht alles schafft, was auf der Liste steht, bringen einen die Dinge schon weiter, die man abhaken kann. Und wenn es mir mental mal nicht so gut geht, dann besinne ich mich auf Dinge und Ziele, die mir im Leben wirklich am wichtigsten sind. Und schon geht es wieder weiter.

    LG
    Antje

  2. @karmenjurela Danke freut mich, dass es dir gefällt 🙂
    @wollantje Ja das sehe ich ganz genau so 🙂
    @refoexac Danke dir 🙂

  3. Nicht nur bei den großen Fragen des Leben, sind die kleinen Schritte sehr wertvoll, eben auch bei den kleinen „nervenden“ Dingen des Alltags die man gern vor sich her schiebt. Z.B. Punkt auf der Liste namens „Reifenwechsel“ wird vermutlich nix werden, weil man weder neue „Reifen“ noch einen „Termin“ dazu hat. Also besser mindestes zwei Steps oder sogar mehr machen.

    1. Reifen aussuchen
    2. Reifen kaufen/bestellen
    3. Termin ausmachen
    4. Reifen wechseln

    Klingt etwas bürokratisch, verspricht aber auch umgesetzt zu werden und man 4(!) Erfolgserlebnisse in kurzen Intervallen

  4. @christlicheperlen vielen Dank das freut mich sehr ;)!
    Bei dem neuen Outfit hatte ich das Glück, dass ein guter Freund mir seine Hilfe angeboten hat 🙂

  5. Strukturen(ToDo Listen, Terminplaner etc.) helfen uns im Alltag wichtige Dinge einfach zu erledigen. Ansonsten lebe ich nicht nach Zielen sondern nach Gelegenheiten. Ich vertraue einfach darauf, dass sich das Leben positiv entfaltet 🙃…das geht allerdings nur, wenn wir eine starke Aufmerksamkeit haben,
    auf das was gerade geschieht und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. LG Tete

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