Wie man Freunde findet

Jeder von uns hat sich schon mal einsam gefühlt. Vor allem wenn ein neuer Lebensabschnitt anfängt, z.B. Studium/Arbeit in einer neuen Stadt, fängt man wieder bei null Freunden an. Der Mensch ist ein soziales Wesen und jeder von uns braucht Freunde, um glücklich zu sein (hier ein interessanter Artikel dazu). Ich denke jeder der schon mal in so einer Situation war, weiß wie schwer es sein kann, neue Menschen kennen zu lernen und sie zu Freunden zu machen.

Ich habe hier ein paar Tipps zusammen gestellt, die mir teilweise selber sehr geholfen haben oder ich aus Büchern und anderen Quellen gefunden und für nützlich gehalten habe. Diese Tipps helfen auch beim Networking.

  1. Bei neuen Gruppen, sprich mit jeder Person und schlage selber vor etwas gemeinsam zu machen. Verliere damit keine Zeit!  Das Paradebeispiel ist die erste Woche in der Uni. Die Leute, die man in den Einführungsveranstaltungen kennen lernt, werden zu 90 % eure neuen Freunde sein. Eure neue Gruppe mit denen ihr gemeinsam weggehen oder Seminar- und Hausarbeiten schreiben werdet.
    Wenn ihr die ersten zwei Wochen verpasst, dann ist es ungleich schwerer Anschluss zu finden. Wir sind Gruppen- und Gewohnheitstiere. Schon nach kurzer Zeit haben sich lauter neue Gruppen gebildet. In eine neue Gruppe reinzukommen, kann teilweise sehr schwer sein. Am ersten Unitag ist das anders. Jeder ist quasi auf der Suche nach neuen Kontakten. Die meisten kennen niemanden. Ihr könnt jeden ansprechen und alle werden euch dankbar sein. Jeder möchte etwas unternehmen, um so neue Menschen kennen zu lernen und Freunde zu finden. Nach sehr kurzer Zeit hat sich das aber eingependelt und die Bedürfnisse danach sind gestillt. Diese Gruppen bleiben meistens bis zum Ende des Studiums zusammen und auch danach bleiben die Freundschaften erhalten. Sobald ihr ein Szenario habt, wo viele neue Leute zusammen kommen, die sich nicht kennen und teilweise hergezogen sind, lautet die oberste Regel REDEN egal mit wem. Kontakte knüpfen und am besten was vorschlagen, am Abend gemeinsam etwas zu unternehmen.
  2. Der nächste Punkt ist sich in Vereinen anzumelden, neue Hobbys, Sportarten oder andere Leidenschaften anfangen, wo ihr mit andern Leuten in Kontakt kommt und quasi gezwungen seid mit ihnen zu reden. Bei einer Anmeldung im Fitnessstudio müsst ihr z.B. mit niemanden reden. Wenn ihr aber mit Handball, Karate oder Schach anfangt sieht das anders aus. 
  3. Sei interessant!
    Für viele Menschen ist es ein Bedürfnis interessante Menschen zu kennen und als Freunde zu haben. Jetzt stellt sich automatisch die Frage wie werde ich interessant? Klar man kann anfangen mit Fallschirmspringen, Rennautofahren oder die exotischsten Musikinstrumente lernen… Eine etwas einfachere Methode ist es am Gegenüber interessiert zu sein. Es ist wissenschaftlich bewiesen, wenn sich ein Mensch für uns stark interessiert beziehungsweise starkes Interesse an unserem Handeln zeigt, finden wir ihn automatisch auch interessant. Die meisten Menschen sind jedoch so damit beschäftigt, was sie als Nächstes  sagen wollen, dass sie nur mit halben Ohr zuhören. Wirklich zuhören bedeutet, einer Person die ganze Aufmerksamkeit zu schenken. 
  4. Welchen Vorteil zieht der andere aus dir?
    Das klingt alles andere als freundschaftlich, aber dennoch sind wir so programmiert. Menschen freunden sich eher mit uns an, wenn unsere Freundschaft ihnen einen Vorteil bringt. Das meine ich nicht negativ im Sinne, dass dies egoistische Menschen sind. Ich meine es neutral, es ist ein wissenschaftlicher Fakt und daran kann man wenig diskutieren. Es hilft also sich in die Lage des gegenüber zu versetzten und zu überlegen, was er gerade braucht. 
  5. Lass deinem Gegenüber die Möglichkeit sein Gesicht zu wahren.
    In der asiatischen Kultur ist diese Weisheit sehr verbreitet. Vor allem unter Geschäftsmännern. Selbst wenn der andere einen Fehler macht oder sich irrt, muss er die Möglichkeit haben sein Gesicht wahren zu können und nicht vor seinen Freunden und Familie als Verlierer dar zustehen. Ich denke jeder von uns hat darin schon seine Erfahrungen sammeln dürfen und kann sich erinnern, dass die andere Person damit nicht beliebt gemacht hat. Obwohl dieser Punkt offensichtlich ist, wird er dennoch oft nicht beachtet.
  6. Kritisiere und Verbessere andere nicht offen vor deinen Mitmenschen.
    Das schließt auch mit ein, sie nicht offen auf ihre Fehler hinzuweisen. Hier muss man jedoch etwas unterscheiden. Der Ton macht die Musik. Zudem braucht man auch keine Freundschaften wo man Angst haben muss die Wahrheit zu sagen. Aber angenommen du diskutierst mit jemanden über etwas und holt dann dein Handy raus, googlest und sagst „ha ich habe es gewusst!“ Damit wird in der Subkommunikation gesagt: Ich bin gescheiter/besser als du. Das Gleiche passiert auch bei Kritik oder Verbesserungsvorschlägen. Verbesserungsvorschläge können definitiv gut gemeint sein, aber es gibt auch einige Menschen die es aus dem Grund machen, um sich anderen überlegen zu fühlen. Und dieses Überlegenheitsgefühl wird bei solchen Verbesserungsvorschlägen mitschwingen.

    Ein Indiz hierfür ist es, wenn du sowas häufig machst. Wenn du oft andere menschen verbesserst oder Ihnen gut gemeinte Tipps gibst und das bei nahezu allen Lebensbereichen. Oft ist dann auch das eigen Selbstwertgefühl angeschlagen, weil man sich so Bestätigung holt, dass man gut ist, weil man besser ist als die meisten anderen. Wenn du das zusätzlich vor anderen Menschen machst, verstärkt es das Gefühl noch mehr. Wenn du eine Person wirklich kritisieren willst, dann mach das unter vier Augen. Du willst ihm Tipps geben oder Verbesserungsvorschläge? Wart einfach mal ab, vielleicht frägt dich die Person. Wenn nicht, kannst du sie immer noch in einen privaten Moment abpassen und sagen, dass du dich in diesem Bereich auskennst, weil schon x Jahre Erfahrung hast und wenn sie Tipps braucht, sie sich entfach nur melden muss.


    Das war es vorerst. Ich hoffe der Artikel, hilft vielleicht der ein oder anderen Person ansonsten bis nächsten Montag 😉

3 Kommentare

  1. „Der Wunsch, Freund zu sein, ist das Werk eines Augenblicks,
    aber die Freundschaft ist eine langsam reifende Frucht.“
    – Aristoteles (384–322 v. Chr.) –

    Danke Stophel für Deinen Beitrag!

  2. Schickes neues Blog-Layout! Aber natürlich auch ein Kompliment für den Artikel. Bei mir klappt das Kontakteknüpfen am besten im Verein. Da man dort gleiche Interessen/Hobbys teilt und so gleich das passende Thema hat.
    LG Kerstin

  3. Ich finde besonders Punkt drei wichtig!

    Das von petitpit genannte Zitat finde ich sehr gut. Wird gleich mal vermerkt. Oder wie meine Schwester neulich sagte: „Man wird nicht dadurch zum Freund, indem ständig wiederholt, dass man einer ist. Da gehört mehr dazu.“

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