Die Not-To-Do-Liste

Die To-Do-Liste ist ein beliebtes Werkzeug von vielen Menschen. Bereits hier habe ich beschrieben, auf was es bei einer To-Do-Liste ankommt, damit man diese wirklich abhakt und wieso die meisten Menschen, das nicht schaffen. 

Ein neuer Trend ist die Not-To-Do-Liste. Vor allem für Menschen, die sehr anfällig für Prokrastination sind, oder ihre To-Do-Listen nicht abarbeiten, verspricht dieses Werkzeug großen Erfolg.

Auf einer Not-To-Do-Liste kommen, wie es der Name schon sagt, die Sachen, welche man heute nicht erledigen will. Doch welche Vorteile verspricht das uns?

Abgewöhnen von lästigen Gewohnheiten

Das Offensichtlichste ist das Abschaffen von lästigen Gewohnheiten zum Beispiel dem Rauchen. An sich ist es keine aktive Handlung, sondern lediglich ein Unterlassen hierfür notwendig. Die Not-To-Do-Liste ist ein zusätzlicher Motivator und Erinnerung unsere Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Zeitmangement

Der wirkliche Grundgedanke der Not-To-Do-Liste ist tatsächlich unser Zeitmanagement und Produktivität zu verbessern. Man soll die unwichtigen Sachen aufschreiben, damit die geistigen Ressourcen frei werden für die wirklich wichtigen Angelegenheiten des Tages. Unser Gehirn wird nicht mit lauter Gedanken wie „das muss ich heute noch erledigen“ oder „falls ich das geschafft habe, kann ich nachher noch dies machen, sonst muss ich es morgen tun“, überlastet. Es ist hilft uns spiegelverkehrt zu der To-Do-Liste unseren Tag zu organisieren und herauszufinden, was für uns unwichtig ist. Indem wir es auf unsere Liste schreiben, verschwenden wir kein weiteres geistiges potenzial daran, sondern können uns auf das Wichtige des heutigen Tages konzentrieren. Die Not-Do-Do-Liste soll helfen den Blick für das Wesentliche freizumachen, und sich nicht durch unwichtige Sachen von der eigentlichen Arbeit abzulenken lassen.

Sie hilft uns also in erster Linie unseren Tag zu strukturieren und vor allem Prioritäten zu setzen, was heute wirklich wichtig ist und was nicht. Man schaltet gezielt die Zeitfresser (zum Beispiel alle 15 Minuten Facebook checken) aus, um sich weniger ablenken zu lassen.  Gleichzeitig lässt sie uns die wichtigsten Ziele erkennen. 

Fehler bereinigung

Sie hilft uns außerdem sich unserer Fehler bewusst zu machen. Oft wissen wir was unser Fehler in der Vergangenheit bei einem Projekt war, aber wir sind so zugeschüttet mit Stress und Aufgaben, dass wir es vergessen und später wieder den selben Fehler machen. Es ist einfach eine kleine Hilfe uns nochmal das vor Augen zu führen, was uns wichtig ist, was wir sonst in der Hektik des Alltags vergessen.

Beispiel für eine Not-To-Do-Liste

Ein kleines Beispiel wie eine Not-To-Do-Liste aussehen kann:

  1. Jede halbe Stunde Facebook checken
  2. Rauchen
  3. Nach 24:00 Uhr schlafen gehen
  4. Jammern und Beklagen
  5. Eine Staffel Scrubs schauen
  6. Ungesund Essen
  7. Mehr als 25 Euro heute ausgeben

Wer Hilfe beim erstellen einer Not-To-Do-Liste braucht (was ich stark bezweifle :D) für den gibt es auch schon die passende App: https://thetodontlist.com.

Viel Spass beim Nichts tun und wir lesen uns wieder am nächsten Montag um 9:00 Uhr ;).

4 Kommentare

  1. Eine interessante Idee – doch widerspricht das nicht dem „Positiv denken“? Verbote reizen (zumindest mich) doch noch viel mehr dazu, dieses oder jenes zu tun. Raucher kennen das vielleicht: je stärker man nicht rauchen will/ darf, desto mehr Verlangen entwickelt sich danach. Das Gleiche bei Süßigkeiten, u.ä. Somit müsste eine Not-to-do-Liste (also eine Verbotsliste) doch genau das Gegenteil bewirken?

  2. Sorry für die späte Antwort, war die Woche von der Arbeit aus in Athen unterwegs und keine Zeit gehabt…

    Jein es kann schon sein, da hast du recht. Es fallen hier 2 verschiedene Reize aufeinander. Einmal was du erwähnt hast, es trotzdem zu tun, aber auch der Reiz etwas erfolgreich geschafft zu haben, was man sich vornimmt und es dann am Ende vom Tag abhaken zu können und sich darüber zu freuen. Da muss man sich selber einschätzen bzw. es einfach mal ausprobieren und entscheiden.
    Das alles hier soll eine Art Werkzeugkasten sein: Probier doch mal das, vielleicht hilft es dir. Nein? Dann probier es mal mit dem Hilfsmittel.
    Ich habe vor 2 Jahren die Not-to-do-liste verwendet und mir hat es geholfen, aktuell verwende ich sie nicht mehr, weil ich nicht mehr die große Notwendigkeit gerade habe. Mich hat es damals motiviert und gefreut das zu schaffen, was ich mir vorgenommen habe, danach bin ich auf die ganz normale to do liste umgestiegen. Gut möglich, dass ich in einen Jahr wieder auf die not-to-do-liste zurück greife. Wenn es nicht klappt, hat man ja nichts verloren 😉

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