Die Lotus-Strategie

Ich habe schon in vielen Artikeln geschrieben, wieso Stress für uns extrem schlecht ist. Mit der Lotus-Strategie soll der Stress an uns abprallen wie Wasser an einer Lotusblume (ein Video um es sich vorzustellen ;)).

Die Lotusstrategie geht zunächst weg von dem Ansatz, Stress komplett zu vermeiden. Vielmehr möchte sie die Stresskompetenz des einzelnen Menschen trainieren. 

Stress ist nämlich nicht nur schlecht. Stress kann unsere Konzentration steigern, uns aufmerksamer und leistungsfähiger machen. Wie so oft macht auch hier die Dosis das Gift. Man kann zwischen positiven und negativen Stress unterscheiden. Stress wird vor allem dann negativ, wenn es zu einem Dauerzustand wird. Die Lotusstrategie will also nicht jeden Stress vermeiden, sie will vielmehr einem bewusst machen, wann es etwas positives und wann es etwas belastendes ist. 

Erstes Lotusblatt: Akzeptanz

Akzeptanz ist das erste Blatt der Lotus-Strategie. Sie ist bedeutend für die erste Art von negativen Stress. Es gibt viele Dinge, auf die wir keinen Einfluss haben. Zum Beispiel das Wetter. Wenn es regnet, können wir nichts dagegen tun. Uns deswegen aufzuregen, bringt gar nichts, es erhöht einfach nur unser Stresslevel. 

Wenn so etwas passiert, sollte man gedanklich einen Schritt zurücktreten und sich sagen, dass es außerhalb deines Einflussbereiches liegt und man von daher auch nichts dagegen machen kann. An dieser Stelle noch eine Buchempfehlung für mehr Akzeptanz (das ist übrigens kein Affiliate-Link, ich bekomme also kein Geld dafür ;)).

Zweites Lotusblatt: Positive Veränderung

Das sind Dinge, die du wirklich verändern kannst und auf die du Einfluss hast. Hier kann Stress helfen, um dich positiv zu verändern. Energie, die du hier reinsteckst, ist nicht verschwendet, wie im ersten Beispiel. Wenn man gestresst ist, weil man zu wenig Zeit mit seiner Familie verbringt, kann man versuchen die Arbeitszeiten anders zu planen, um öfter zum Essen zuhause zu sein. Wichtig ist es hier sehr konkret zu formulieren. Statt sich das Ziel zu setzen: „Ich möchte öfters zuhause essen“, sollte man sagen „mindestens dreimal die Woche esse ich zuhause bei meiner Familie.“ 

Das dritte Blatt: Die Werte

Das dritte Blatt der Lotus-Strategie sind die inneren Werte. Stress entsteht auch, wenn wir gegen unsere inneren Werte handeln. Dabei müssen diese Werte nichts krasses sein wie zum Beispiel Toleranz. Klar wenn wir dagegen handeln, entsteht auch Stress für uns. Wenn wir es gerne ordentlich und sauber bei uns haben, aber es ist immer Chaos um uns herum, dann entwickelt sich auch Stress für uns, weil es gegen unser Naturell spricht. 

Die richtige Art der Aufgaben

Am besten, produktivsten und stressfreisten arbeiten wir, wenn wir Aufgaben haben, die uns fordern aber nicht überfordern. Dann kommen wir in einen andern Arbeitszustand. Wir kommen leichter in den Flow rein. 

Gesundheit

Gesundheit ist wichtig keine Frage. Es ist auch logisch, wenn wir uns schlecht ernähren, dass unser Körper weniger stressresistent ist. Wir tappen oft in die gleiche Falle. Wir haben eine Zeit, wo extremer Stress da ist. Aufgrund dessen vernachlässigen wir dann unseren Sport, weil wir nach der Arbeit so erschöpft sind oder sonst etwas ist. Stress erzeugt Spannung und wenn diese da ist, ist es extrem wichtig, diese abzubauen. Das geht am besten mit Sport.

Auch wenn es schwierig erscheint, sollte man versuchen, sogar in der stressigsten Phase, etwas Sport zu machen. Wir brauchen diesen Ausgleich dringend. Wenn wir viel Stress haben, brauchen wir auch viel Schlaf. Aber oft liegen wir gerade dann stundenlang wach im Bett, obwohl wir schlafen wollen. Das liegt daran, weil wir die Spannung nicht abgebaut haben und unser Gehirn deswegen nicht zur Ruhe kommt. Wir wachen auf mit zu wenig Schlaf und der Teufelskreis geht weiter… 

Freunde und Familie

Das sechste Blatt der Lotus-Strategie handelt von unserem sozialen Umfeld. An sich gilt für das soziale Umfeld das Gleiche, was ich schon um Punkt Gesundheit geschrieben habe. Wir neigen im Stresszustand unsere sozialen Kontakte zu vernachlässigen, was uns langsam aber stetig unglücklich und deprimiert macht.

Das siebte Blatt der Lotus-Strategie: Prioritäten

Das letzte Blatt der Lotus-Strategie ist es, Prioritäten zu setzen und zwischen wichtigen und dringenden zu unterscheiden. Hierzu möchte ich nur kurz auf die Eisenhower-Matrix verweisen. Auch wenn es drunter und drüber geht, müssen wir durchatmen und entscheiden was wichtig ist und was eine hohe Priorität hat.

Was ich persönlich noch gegen Stress empfehlen kann, ist die Meditation, da sie hilft auch in stressigen Phasen, einen Schritt gedanklich zurückzutreten und die Situation im Großen und Ganzen zu betachten. 

Das war es wieder für diese Woche. Ich hoffe der ein oder andere kann etwas für sich mitnehmen. Bis nächsten Montag, wie immer pünktlich um 9:00 Uhr ;).

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