Die 72 Stunden Regel

Die 72 Stunden Regel besagt, dass Vorhaben, die du nicht innerhalb von 72 Stunden in Angriff nimmst, nur zu 1 % Wahrscheinlichkeit später umsetzen wirst. Das heißt umgekehrt, dass du deine Ziele zu 99 % nicht erreichen wirst.

Jeder kennt es, dass man sich neue Sachen vornimmt, die man erreichen will:

  • Rauchen aufhören
  • Marathon laufen
  • Sport anfangen
  • Neue Gewohnheiten schaffen
  • Abnehmen
  • Etc.

Am Anfang ist man hellauf begeistert von seinem neuen Vorhaben. Oft ist es aber so, dass wir dann die Umsetzung auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Beispiel: Ich möchte mit dem Rauchen aufhören. Am nächsten Tag stellt man fest, dass es gerade die stressigste Zeit im ganzen Jahr bei der Arbeit ist und darum verschiebt man es auf den nächsten Monat. Schlussendlich wird man es aber auch dann zu 99 % nicht umsetzen.

Die Ausreden tauchen nach 72 Stunden auf

Jeder von uns kennt es: Man hat eine neue Idee, Vorhaben oder Ziele und ist begeistert und brennt voller Leidenschaft endlich etwas zu ändern. Dann gehen ein paar Tage ins Land und uns fallen lauter Ausreden ein, wieso wir es doch nicht machen müssen oder wieso es doch nicht so eilig ist, dass wir unbedingt jetzt damit anfangen müssen. Statt mit dem Rauchen aufzuhören, sagen wir uns, dass es doch gar nicht so schädlich ist. Anstatt abzunehmen, sagen wir uns, dass ich mich in meinem Körper wohlfühle und nicht so ausschauen muss, wie es die Werbung einen vorgibt. Das mag zwar schon stimmen, aber noch vor 72 Stunden wollten wir selber etwas ändern und nun geben wir auf.

Das Schlimme ist, wir geben nicht mal auf. Das Aufgeben muss man sich verdienen. Aufgeben heißt, dass man schon etwas in die Wege geleitet hat, was man aufgeben könnte. Aber das traurige ist, man hat einfach gar nichts getan.

Jim Rohn sagte einmal, dass man sofort handeln muss, wenn man Feuer und Flamme für eine Idee ist und nicht warten soll bis das Feuer erloschen ist.

Es reicht schon ein Schritt aus

Die 72 Stunden Regel verlangt nicht mal, dass man sofort alles umsetzten muss. Man muss nicht sofort mit dem Rauchen aufhören oder mit dem Lauftraining für einen Marathon anfangen. Es reicht schon ein konkreter Schritt aus. Unserem Gehirn wird dadurch signalisiert, dass wir die Sache wirklich wollen und damit angefangen haben. Wenn man einen Marathon laufen will, wäre der erste Schritt, dass man sich einen Trainingsplan erstellt. Beim Rauchen kann man sich schriftlich festhalten, wann man anfängt aufzuhören und der Familie und den Freunden davon erzählen.

Wenn man keinen konkreten Schritt innerhalb der ersten 72 Stunden unternommen hat, zeigt es unserem Unterbewusstsein nur, dass es uns doch nicht so wichtig ist. Das hat auch direkte Auswirkungen auf unsere Psyche und unser Selbstvertrauen. Wir sagen uns, wir möchten dies oder jenes erreichen, aber setzen es nicht um. Unser Unterbewusstsein merkt sich das und verliert das Vertrauen in uns, wenn wir beim nächsten Mal wieder etwas umsetzen wollen. Hier ein ausführlicherer Artikel von mir zu dieser Problematik.

Es ist toll und wichtig, wenn man sich neue Sachen vornimmt und was ändern will, aber wenn man dies nicht innerhalb von 72 Stunden anpackt, dann wird man es sehr wahrscheinlich nicht packen. Ich weiß nicht, ob die Zahl von 99 % wirklich stimmt, aber aus meiner eigenen Erfahrung kann ich bestätigen, dass es nie wirklich geklappt hat, wenn ich nicht innerhalb von kurzer Zeit versucht habe, etwas zu ändern.

Das war es soweit von mir und wir lesen uns wieder nächsten Montag um 9 Uhr ;).

Ein Kommentar

  1. Lieber Stophel, das hast Du sehr gut erkannt und formuliert, herzlichen Dank dafür. Ich glaube, Du hast 100ig Recht! Man muss sich nur an vergangene Vorsätze vom Sylvester erinnern. Auch gemachte Erfolgserlebnisse geben Dir Recht. Ich hab mir letzten Januar vorgenommen, ein paar Kilos abzunehmen, ohne auf den Genuss zu verzichten. Ich esse einfach weniger, vor allem was Süsses anbelangt. Seither habe ich 7 kg abgenommen. Es ist relativ leicht gegangen. Liebe Grüsse, Elisa

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