Die 5S-Methode

Die 5S-Methode ist ein Ordnungssystem speziell für den Arbeitsplatz. Grundsätzlich ist es so, dass die meisten Menschen konzentrierter arbeiten können, wenn ihr Arbeitsumfeld sauber und ordentlich ist (hier ein interessanter Artikel zum Unterschied zwischen ordentlichen und unordentlichen Mitarbeitern).

Wozu braucht man überhaupt die 5S-Methode?

Die 5S-Methode verspricht folgende Vorteile:

  1. Zeitersparnis: Je öfter wir unsere Arbeit unterbrechen, desto schwieriger wird es wieder in den ursprünglichen Arbeitsrhythmus reinzukommen. Es dauert eine gewisse Zeit bis wir zum alten konzentrierten Zustand zurück kommen. Je länger die Pause dauert, um z.B. etwas zu suchen, desto (exponentiell) länger braucht man um wieder in den ursprünglichen Arbeitsrhythmus reinzukommen.
  2. Höhere Transparenz
  3. Einfachere Handhabung
  4. Besseres Wohlbefinden
  5. Angenehmeres Arbeitsklima
  6. Arbeitsumfeld wirkt professioneller
  7. Verbesserte Außenwirkung
  8. Es wird neuer Platz geschaffen

Wie funktioniert die 5S-Methode?

Die 5 S leiten sich aus dem Japanischen ab für Seiri, Seiiton, Seiso, Seiketsu, Shitsuke ab. Übersetzt heißt das so viel wie:

  1. Sortieren 
  2. Systematisieren
  3. Saubermachen
  4. Standardisieren
  5. Selbstdisziplin

1. Sortieren

Im ersten Schritt der 5S-Methode, dem Sortieren, wird erst mal ausgemistet. Alles was man nicht wirklich braucht, wird entsorgt. 

2. Systematisieren

Im zweiten Schritt überlegt man sich ein System, wo der jeweilige Gegenstand zukünftig liegen soll. Jeder Gegenstand bekommt einen spezifischen Platz. Je häufiger man den Gegenstand braucht, desto griffbereiter sollte er liegen.

Der Sinn dahinter ist es, dass die Unterbrechungen, welche den Arbeitsflow stören, so kurz wie nur möglich sind, damit es nicht ewig dauert in den konzentrierten Zustand zurück zu kommen. 

3. Saubermachen

Hiermit ist nicht nur das Putzen an sich gemeint, sondern die Inspektion des Arbeitsplatzes. Es sollen auch Mängel bei den Arbeitsmittel festgestellt und die Ursachen der Verschmutzung entfernt werden. 

4. Standardisierung

Die neu hergestellte Ordnung der ersten Schritte soll nun zum Standard für alle gemacht werden. Die Arbeitsplatzorganisation sollte für alle Mitarbeiter verständlich sein und die neue Organisation eingehalten werden. Ziel ist es, dass ein Kollege oder Neueinsteiger sich am neuem Arbeitsplatz zurecht findet. 

5. Selbstdisziplin

Der letzte Schritt kam erst Jahre später dazu. Ursprünglich hieß es nämlich die 4S-Methode. Der letzte Schritt meint, dass es eine gewisse Selbstdisziplin braucht, damit die neuen Abläufe eingehalten werden und so zu einer Verbesserung führen. 

Ich hoffe der Artikel hat euch wieder gefallen. Wir lesen uns wieder nächsten Montag um 9:00 Uhr ;).

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