Demotivation durchbrechen

Ein Phänomen, das jeder schon an der eigenen Haut erfahren hat, ist dass nach einer produktiven und motivierten Phase, eine Phase der Demotivation folgt. Man hat angefangen regelmäßig Sport zu betreiben, auf die Ernährung zu achten und im Beruf/Studium läuft es auch gut. Plötzlich verliert man die Motivation seine Ziele weiter zu verfolgen. Aus einem Tag, an dem man nicht trainiert werden zwei, aus zwei werden drei und dann hängt man nur noch faul rum. 

Obwohl man ursprünglich von seinem Vorhaben begeistert war und erste Erfolge gesehen hat, kann man sich kaum noch dazu aufraffen. Oft stellt man sich die Frage, wieso man überhaupt mit den ganzen Veränderungen begonnen hat und kann sich nicht mehr an die ursprüngliche Motivation erinnern. Lange Perioden von Erfolg folgen langen Perioden von „Selbstzerstörung“.

Die Demotivation steigert sich immer mehr. Es fängt mit einem Lebensbereich an und schwappt auf die anderen (z.B. gesunde Ernährung) über.

Ich habe für mich drei Techniken entdeckt, welche mir am meisten helfen gegen diese Abwärtsspirealle anzukämpfen und wieder in den ursprünglichen Modus zurück zu kommen. 


1. Anfangen und in Aktion zu treten

Es mag blöd klingen aber das Beste ist es in Aktion zu treten. Viele warten darauf, dass sie erst Motivation haben, bevor sie beispielsweise trainieren. In einer Abwärtsspirale kann man darauf jedoch lange warten. Motivation funktioniert auch vollkommen anders:

Es gibt diese drei Komponenten: Inspiration, Motivation und Aktion. Normalerweise kommt als erstes Inspiration, darauf folgt die Motivation und danach kommt die Aktion. Aber Motivation ist kein linearer Prozess. Es ist mehr etwas wie ein unendlicher Kreislauf, der aus diesen drei Komponenten besteht. Es ist egal, wo man anfängt, da der eine Bereich auch die anderen direkt beeinflusst. Das heißt, sobald man sich aufrafft irgendetwas produktives zu machen, kommt automatisch die Motivation für alle anderen Sachen zurück. 

Es können schon kleine Sachen, wie die Wohnung aufräumen oder kalt duschen (hier ein Artikel über die Auswirkungen von Willenskraft und Motivation durch kaltes duschen) ausreichen.

Es ist wie mit dem Sport. Als erstes hat man keine Lust darauf, aber danach ist man froh es getan zu haben.

2. Sich belohnen

Diese Technik hängt stark mit dem ersten Schritt zusammen. Nachdem man irgendetwas (egal wie unbedeutend es auch war) produktives gemacht hat, lobt und belohnt man sich dafür. Das setzt einen positiven Reiz weiter zu machen. Auch wenn es nur kleine Sachen sind, so hilft das die Grundstimmung zu verbessern. 

Wenn wir uns wieder aufraffen, um in Aktion zu treten, dann beginnen wir mit unserem Unterbewusstsein eine Verhandlung. Durch die Belohnungen schaffen wir es leichter unseren inneren Schweinehund zu überzeugen.

3. Betrachte Motivation als Prozess. 

Motivation funktioniert wie ein Muskel oder wie unsere Willenskraft. Wenn du eine Downphase hast, dann wird sie nicht am nächsten Tag wieder verschwinden. Es dauert nunmal seine Zeit. 

Stell dir vor du hast drei Jahre lang keinen Sport gemacht und gehst ins Fitnessstudio. Dann beginnst du auch wieder mit leichten Gewichten und arbeitest dich langsam nach oben. Es ist ein Prozess. Das gleiche Mindest gilt auch hier. Jeden Tag werden wir etwas motivierter.

Resümee: 

Die drei Methoden hängen eng zusammen. Es ist nicht schlimm eine Downhpase zu haben, aber man muss wieder rauskommen. Je länger sie andauern, desto länger braucht man, um sich davon wieder zu befreien.

4 Kommentare

  1. Ich stelle immer wieder fest, dass mein Motto „jeden Tag eine Zeichnung“ mir hilft, Phasen der Demotivation zu überbrücken. Mag sein, dass ich überhaupt nicht motiviert bin, mag sein, dass mir „gar nichts einfällt“ – ich setze mich dennoch hin und mache die Zeichnung. Danach bin ich in viel besserer Verfassung – in jeder Hinsicht.

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