Mentale Klarheit

An manchen Tagen fühlt sich unser Verstand wie eine Waffe an. Wir sind extrem produktiv, lösen schwierige Probleme und unser Verstand ist schärfer als jedes Schwert.

An anderen Tagen ist es das genau Gegenteil. Wir fühlen unmotiviert, gedanklich überhaupt nicht klar, und können uns kaum auf etwas konzentrieren. Wir schweifen mit unseren Gedanken ab und haben die Aufmerksamkeitesspanne einer Babyfliege. Unsere gesamte Hirn- und Gedächtnisleistung ist um ein vielfaches schlechter. Wir verzweifeln an Problemen oder vermeintlich schwierigen Aufgaben. Betrachten wir diese ein paar Tage später, erscheint die Lösung einfach und klar.

Dieser Artikel soll helfen, um aus solchen Tiefphasen wieder rauszufinden. Hier sind die meisten Gründe für solch einen Geisteszustand:

Reizüberflutung

Reizüberflutung ist ein Problem, an dem fast jeder von uns leidet. Unser Gehirn wird permanent von externen Reizen überflutet. Diese Reize muss unser Gehirn verarbeiten und filtern, um rauszufinden, was wichtig und unwichtig ist. Durch das Internet, Handys etc. werden jedoch extrem viele Reize an uns geschickt, wodurch unser Gehirn überfordert wird. So werden Onlinewerbungen oft mit grellen, blinkenden Farben dargestellt. Sie erzeugen einen stärkeren Reiz und fallen uns dadurch mehr auf. Je stärker der Reiz desto mehr Energie verbraucht unser Gehirn dafür. Die Werbung darauf ausgelegt, besonders starke Reize zu erzeugen.

Das gleiche passiert beim Filmschauen oder dem Spielen mit unseren Handys. Für unser Gehirn ist es als, wäre es in einen Fitnessstudio und muss durchgehend Gewichte heben, aber darf nie eine Pause einlegen. Irgendwann wird es dadurch so erschöpft, dass es gar nichts mehr hochheben kann. Von daher empfiehlt es sich, während des Tages immer mal wieder Pausen einzulegen, wodurch euer Gehirn sich regenerieren kann. Ihr könnt Spazieren gehen, ein Nickerchen machen oder meditieren.

Zu viel Stress

Geistige Klarheit erreichen wir in einem Zustand der Entspannung. Stress ist das genaue Gegenteil. Wir verkrampfen uns und unsere Hirnleistung nimmt ab. Gerade Dauerstress führt zu solchen Zuständen, dass unser Gehirn erschöpft ist und die Leistung „runter fährt“. Stress ist eines der häufigsten Gründe hierfür. Falls du wissen willst, wie du am besten gegen Stress vorgehen kannst, hier ist der passende Artikel ;).

Ernährung

Wenn du unter Konzentrationsproblemen leidest, dich antriebslos fühlst und allgemein unglücklicher bist, liegt das vielleicht an einer schlechten Ernährung. Dein Körper hat Mangelerscheinungen. Du nimmst nicht die wichtigen Vitamine zu dir, welche dein Körper dringend braucht. Dein Gehirn wird nicht mit den notwendigen Nährstoffen versorgt, damit es überhaupt sein geistiges Potenzial entfalten kann. Meistens sind bei schlechter Ernährung die häufigsten Fehlerquellen zu viel Zucker und ungesunde Fette oder dass das Vitamin D3 (vor allem im Winter), Eisen, Magnesium oder Omega-3 fehlt.  

Du trinkst zu wenig

Der menschliche Körper besteht zu ca. 65 % aus Wasser. Schon ein Verlust von 2 % kann zu erheblichen Verminderungen der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit führen. Für optimale Leistung sollte man also ausreichend gewässert sein. Ein Flüssigkeitsmangel kann sich in extrem kurzer Zeit durch mangelnde Konzentration und Antriebslosigkeit bemerkbar machen. Es wird empfohlen zwischen 2 und 3 Liter Wasser am Tag zu trinken.

Schlafmangel

Schlaf ist eines der Säulen für einen starken Geist und gesunden Körper. Schlafmangel kann uns schon nach kurzer Zeit erheblich einschränken. Wir schaffen weniger als gewöhnlich, fühlen uns schlapp, antriebslos, unkonzentriert und logischerweise müde. Wenn du wissen willst, wie du deinen Schlaf verbessern kannst dann lies diesen Artikel. Willst du wissen, wie du innerhalb von nur 2 Minuten einschlafen kannst, dann lies diesen Artikel.

Ich hoffe der Artikel hat euch geholfen und gefallen. Schreibt gerne in die Kommentare, was euch hilft, wenn ihr in so einer destruktiven Phase seid. Ansonsten lesen wir uns wieder nächsten Montag :). 

4 Kommentare

  1. Eine Ergänzung zum Thema „Reizüberflutung“: Ich denke, wesentlich trägt dazu auch das permanente, kaum bewusst wahrgenommene „Grundrauschen“ bei. Gerade im städtischen Bereich ist es praktisch nie still, es wird nie richtig dunkel, von den nicht greifbaren Dingen wie elektromagnetische Belastungen etwa, ganz zu schweigen. Wenn es nie richtig still und dunkel wird, ist unser Gehirn, auch im Schlaf, ununterbrochen am Selektieren der eingehenden Licht- und Tonreize und muss entscheiden: wichtig oder nicht-wichtig. Muss ich reagieren oder kann ich weiterschlafen und damit mein Hirn regenerieren. Die Einflüsse sind sehr vielgestaltig und überfordern in toto dauerhaft die Kapazität unsere „biologischen Festplatte“. Das nennt man dann Erschöpfung oder auch im Steigerungsfall Depression.

  2. Bei mir hilft bei Reizüberflutung eine Achtsamkeitsübung. Und wenn es ganz schlimm ist mache ich ein Nickerchen. Wenn ich bei einer solchen Phase der Reizüberflutung nicht abbremse, stellt sich bei mir oft eine Migräneattacke ein mit Aura. Daher habe ich mir angewöhnt, sobald ich schon den Anflug spüre, einfach abzuschalten bevor ich komplett flach liege. Und das hat sich ganz gut eingespielt. Das Achtsamkeitstraining führt außerdem dazu, dass ich überhaupt erkenne, wenn es zu viel wird. Denn bei mir war es oftmals so, dass ich es erst merkte, als schon alles zu spät war und ich mit einer Migräneattacke flach lag.

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