Schlafgewohnheiten

Ich habe schon in einigen Artikel geschrieben, wie wichtig Schlaf ist und wie man ihn verbessert. Durch Schlaf schaut die Haut besser aus, wir können klarer denken, fühlen uns besser, werden älter, stärken unser Immunsystem und er hilft präventiv gegen Depressionen.

Heute stelle ich ein paar Gewohnheiten vor, um besser zu schlafen. Der Beitrag ist eine Ergänzung zu dem früheren Artikel qualitativ hochwertigen Schlaf.

Sonne tanken

Wir werden meistens zur selben Zeit müde oder wach. Unser Körper weiß, wann er schlafen muss, indem er unserer inneren Uhr folgt. Unsere innere Uhr braucht hierfür jedoch Anhaltspunkte. Am besten orientiert sie sich am Sonnenlicht. Das Sonnenlicht beeinflusst den Wirkstoff Melatonin und regt die Bildung von Vitamin D an. Durch Sonnenlicht auf unserer Haut, kann unser Körper am besten feststellen, wie spät es ist und wann wir uns müde fühlen sollen. Das ist wichtig, weil unsere innere Uhr zeitverzögert läuft. Wenn 24 Stunden vorbei sind, denkt unser Körper, dass 24 Stunden und 15 Minuten vergangen sind. Mit Sonnenlicht, kann sich unser Körper neu orientieren.  30 Minuten Sonnenlicht sind täglich reichen aus. Wenn wir unserem Körper diese Möglichkeit nicht geben, wird sich unser innerer Schlafrhythmus jeden Tag verschieben. Wie schon im früheren Artikel erwähnt, ist die Grundlage für gesunden Schlaf, dass man immer zur gleichen Zeit schlafen geht.

Im Bett wird nur geschlafen

Unser Gehirn sucht ständig nach Ankerpunkten, um neue Gewohnheiten zu bilden. Wenn man im Bett isst, wird unser Gehirn das Bett mit Essen asoziieren. Spielen wir im Bett mit unserem Handy, assoziiert es das Bett mit dem Handy. Wenn wir Filme schauen mit Filme. Das Problem ist, wenn wir schlafen wollen, ist unser Gehirn nicht darauf eingestellt. Wir werden viel eher wach da liegen, nachdenken und nicht abschalten können, weil wir es gewohnt sind, im Bett vielen Reizen ausgesetzt zu sein. Was würde passieren, wenn man im Bett nur noch schläft? Unser Gehirn assoziiert es ausschließlich mit dem Schlafen. Es ist wie im Falle der klassischen Konditionierung mit dem palowschen Hund. Wenn er eine Glocke hört, läuft ihm automatisch das Wasser im Mund zusammen, weil er denkt es gibt Essen. Das Gleiche können wir für unseren Schlaf nutzen ;). Wir werden uns automatisch müder fühlen und schneller einschlafen.

Gedankenkarussell ausschalten

Mein größtes Problem beim Schlafen ist das Einschlafen. In 95 % der Fälle habe ich keine Probleme damit. Aber die restlichen 5 % fällt es mir schwer einzuschlafen. Oft ist es, dass ich das Gedankenkarussell im Kopf nicht ausschalten kannn. Ich zerdenke die Dinge oder möchte noch einen Gedanken zu Ende denken, bevor ich schlafe. Ich kann nicht abschalten, weil mein Gehirn aktiv und wach ist. Darum ist es wichtig vor dem Schlafen zur Ruhe zu kommen und in einem entspannten Modus zu wechseln.
Hier wäre die beste Lösung Meditation. Unser Geist wird dadurch ruhig. Anstatt dass unsere Gedanken, wie ein Flummiball von einer Sorge zur nächsten springen und wir nicht abschalten, hilft uns die Meditation die Geschwindigkeit aus unserer Gedankenwelt herauszunehmen.

Eine Möglichkeit wäre es vor dem ins Bett gehen zehn Minuten zu meditieren. Aber wie schaut es in der Praxis aus? Oft gehen wir ins Bett, wenn wir müde sind. Dann wollen wir uns nicht noch aufraffen und 10 Minuten meditieren.

Gewohnheiten verknüpfen

Wie können wir dieses Problem umgehen, ohne uns eine neue anstrengende Gewohnheit anzueignen? Indem wir es mit einer alten Gewohnheit verbinden. Jeder von uns hat ein Abendritual. Bei mir ist den Abwasch machen und danach Zähne zu putzen. Während diesem Abendritual meditiere ich, indem ich versuche an nichts zu denken, sondern im Moment zu sein. Wie fühlt sich die Zahnbürste an, was für Geräusch sind um mich herum? Wenn ich danach ins Bett gehe, bin ich ruhig, entspannt und klar im Kopf. Es ist überhaupt nicht anstrengend, sich so eine neue Gewohnheit anzueignen, weil sie parallel zu der anderen Gewohnheit läuft. Aus meiner Sicht ist das der beste Tipp in diesem Beitrag, um seinen Schlaf zu verbessern.

Rauchen vor dem Schlafen

Vor dem Schlafen sollte man das Rauchen vermeiden. Nikotin stimuliert unser Gehirn und hält es wach. Je mehr unser Gehirn stimuliert ist, desto schwerer fällt es uns zu schlafen. Aus dem gleichen Grund sollte man vor dem Schlafen gehen auch nicht Filme anschauen, weil diese auch das Gehirn stark stimulieren. Von daher sollte man vor dem Schlafen auf die gute Nacht Zigarette verzichten. 

Zu viel Druck machen

Unser Schlafverhalten hängt eng mit unserer Psyche zusammen. Wenn wir uns viel Druck machen, jetzt endlich einzuschlafen, bewirken wir das Gegenteil. Man darf sich nicht zu hohe Erwartungen setzten und damit Stress erzeugen. Das ist der Grund, wieso viele Leute vor wichtigen Prüfungen schlecht schlafen. Sie sagen sich, jetzt muss ich unbedingt einschlafen, um morgen fit zu sein. Dieser Druck bewirkt das Gegenteil und man bleibt bis drei Uhr nachts wach. In solchen Situationen sollte man auch nicht auf die Uhr schauen. Viele Menschen schlafen besser, wenn der Zeitdruck entfällt. 

Ich hoffe der Beitrag hilft euch weiter und ihr könnt wieder etwas mitnehmen. Wenn ihr selber ein paar Gewohnheiten habt, die euch beim Schlafen helfen, dann schreibt diese gerne in die Kommentare :). Ansonsten lesen wir uns wieder nächsten Montag ;).

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