Dominostein-Gewohnheit

Gewohnheiten sind die Basis, wenn man sein Leben verändern möchte. Du möchtest gesünder, stärker, selbstbewusster, motivierter und erfolgreicher werden? Das alles ist durch kleine Gewohnheiten möglich, die man jeden Tag zelebriert. Wieso genau das so ist, habe ich hier beschrieben.

Im vorletzten Artikel ging es darum, wie man mit mehr Flexibilität seine Gewohnheiten beibehält. Mit der Dominostein-Gewohnheit wird der Blick auf das große Ganze gerichtet und nicht nur auf die einzelne Gewohnheit. Die Idee habe ich von dem Buch Power of Habit.

Was ist eine Dominostein-Gewohnheit?

Es gibt normale Gewohnheiten und Gewohnheiten, welche einen Dominoeffekt in unserem Leben auslösen. Eine normale Gewohnheit wäre es, jeden Abend das dreckige Geschirr abzuwaschen. Eine Dominostein-Gewohnheit soll, wie der Name schon verrät einen Dominoeffekt in unserem Leben auslösen. Man kann es sich am besten durch ein Beispiel vorstellen:

Nehmen wir an ich mache in meinem Leben nichts außer arbeiten, Serien schauen, rauchen und schlafen. Jetzt fange ich an, mich im Fitnessstudio anzumelden und gehe mehrmals die Woche trainieren. Mich packt die Leidenschaft, es macht mir Spass und ich fühle mich besser.
Ich sehe, wie mein Körper sich verändert und das motiviert mich.

Weil ich mich weiter steigern möchte, achte ich zusätzlich auf meine Ernährung. Ich ernähre mich gesünder. Hierfür habe ich gelernt zu kochen, um die Speisen zubereiten zu können. Weil ich aufgrund dessen weniger bestelle, spare ich mehr Geld. Ich entwickel ein neues Bewusstsein für meine Gesundheit und höre mit dem Rauchen auf.
Zusätzlich reduziere ich meinen Alkoholkonsum, weil dieser den Muskelaufbau hemmt und ich mehr auf mich achte.
Durch den regelmäßigen Sport, schlafe ich schneller ein. Ich habe mehr Energie im Alltag, aufgrund des Sportes, besseren Schlafes und der besseren Ernährung. Dadurch bin ich motivierter bei der Arbeit und habe mehr Erfolg. 

Diese eine Gewohnheit hat eine Kettenreaktion ausgelöst. Hätte ich nur mit der gesunden Ernährung angefangen, hätte ich es nicht durchgezogen, weil es mir ursprünglich nicht wichtig war und Kochen zu anstrengend erschien. Durch meine neue Sportleidenschaft, ging dies jedoch ganz einfach. 

Mit wenig Anstrengung das Leben verändern

Es ist meiner Meinung nach die beste Variante, um sein Leben zu verändern. Angenommen ich nehme mir vor gesünder zu leben, dann kann ich das mit Ernährung oder Sport machen. Ich kann auch aufhören zu rauchen oder Alkohol zu trinken. Das wären vier separate Gewohnheiten. Jede neue Gewohnheit erfordert Willenskraft. Wie schon in diesem Artikel genauer beschrieben, ist Willenskraft wie ein Muskel und wenn man sich zu viele Veränderungen auf einmal vornimmt, werden wir scheitern, weil unser „Muskel“ (noch) nicht stark genug ist. Die Folge ist, dass wir keine der neuen Gewohnheiten auf Dauer durchziehen.

Mit dem Dominoeffekt brauchen wir viel weniger an Willenskraft, um alle Gewohnheiten durchzuziehen. Wir haben eine Kerngewohnheit, welche die anderen fast automatisch mitzieht. Diese eine Veränderung führt zu einer Reihe weiterer Veränderungen.

Nachteil der Dominostein-Gewohnheit

Die Dominostein-Gewohnheit hat einen großen Nachteil. Wenn man mit der Hauptgewohnheit aufhört, dann fallen alle anderen Gewohnheiten, die man auf ihr aufgebaut hat, wie ein Kartenhaus zusammen. Die Grundgewohnheit ist der Klebstoff der alle positiven Veränderungen miteinander verbunden hat. Bricht dieser weg, fällt alles in sich zusammen. 

Gerade hiervor muss man sich in Acht nehmen. In unserem Beispiel mit dem Sport wäre es schlimmer das Training einmal ausfallen zu lassen, als eine Woche sich schlecht zu ernähren, zu rauchen und zu trinken. Der Sport ist unser Anker, mit dem wir jederzeit wieder zurück in die positiven Veränderungen kommen. Darum muss man diese Grundgewohnheit schützen, koste es, was es wolle.

Negative Dominostein-Gewohnheiten

Das gleiche gilt für negative Gewohnheiten. Negative Gewohnheiten sind z.B. Rauchen oder zu vieles Trinken. Es macht Sinn, sich einen kurzen Moment Zeit zu nehmen und zu überlegen, ob man eine schlechte Gewohnheit hat, die zu vielen anderen schlechten Sachen führt. Angenommen man hat ein Trinkproblem und schläft deswegen schlecht, ist aggressiv, unzuverlässig und hat schlechte Beziehungen zu seiner Familie.

Dann kann man zwar früher ins Bett gehen, ein Antiaggressionstraining besuchen und neuen Kontakt zu seiner Familie aufbauen, aber das wird nur kurzfristig helfen. Die wahre Ursache ist die Trinkerei. Wenn man dieses Problem in den Griff bekommt, dann werden sich die anderen Probleme größtenteils von selbst lösen.

Eigene Erfahrungen

Ich kann dies alles nur vom Herzen empfehlen. Ss lohnt sich, sich kurz Zeit zu nehmen und zu überlegen, was so einen Dominoeffekt auslösen kann. Bei mir waren es zwei Sachen, die viel in Bewegung gesetzt haben. Das eine war der Sport und das andere vor dem Schlafen gehen eine To-Do-Liste zu fertigen. 

Das war es diese Woche wieder. Ich hoffe ihr konntet etwas aus dem Artikel mitnehmen. Falls ihr selber solche Erfahrungen gemacht habt, dann schreibt das gerne in die Kommentare :). Ansonsten lesen wir uns wieder nächsten Montag ;).

Euer Stophel

Ein Kommentar

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.