Die effektivste Art Gewohnheiten zu verändern

Gewohnheiten haben eine unbändige Kraft unser Leben zu beeinflussen. Sie sind mit Abstand das mächtigste Werkzeug, wenn es darum geht, dein Leben zu verändern. Wieso das so ist habe ich in diesem Artikel beschrieben. 

In dem Artikel die flexible Gewohnheit habe ich geschrieben, wie man mit mehr Flexibilität seine Gewohnheiten  besser festigen kann.

Der heutige Artikel ist die Fortsetzung dazu. Es gibt zwar keinen zusätzlichen Input bezüglich flexiblen Gewohnheiten, aber ich möchte euch drei Tricks vorstellen, um neue Gewohnheiten beizubehalten und schlechte abzulegen. Ich habe diese Techniken am eigene Leib ausprobieren und mir haben sie sehr geholfen:

Erzähl deinem sozialen Umfeld von deinem Vorhaben

Wir Menschen sind soziale Tiere. Ohne eine zugehörige Gruppe gehen wir mental ein. Früher gab es die grausamen Kasper-Hauser-Versuche, in denen einem kleinen Kind keinen sozialen oder emotionalen Kontakte mit anderen Lebewesen erlaubt war. Die Folge war, dass es starb, obwohl die Bedürfnisse wie Hunger und Durst erfüllt wurden.

Ich will damit zeigen, dass soziale Kontakte einen extrem hohen Einfluss auf uns haben. Wir haben das Bedürfnis vor anderen gut da zustehen. Darum können wir mit diesem Gefühl einen sozialen Druck auf uns ausüben. Angenommen du möchtest mit dem Rauchen aufhören, dann ist es extrem effektiv, wenn du deiner Familie und Freunden von deinem Vorhaben erzählst. Jedes Mal, wenn du jemanden triffst, wird die Frage kommen, wie es mit dem Rauchen läuft. Falls sie dich mit einer Zigarette erwischen, werden sie dich darauf ansprechen und du musst dich rechtfertigen.

Erzählen wir niemandem von unserem Vorhaben, ist es für uns weniger schlimm zu versagen. Keiner kann uns etwas vorwerfen, weil niemand davon wusste. Vor uns selber bringen wir regelmäßig Entschuldigungen wie: „Die Arbeit ist gerade so stressig“, oder „ich habe gerade eine harte Zeit“. Unser soziales Umfeld wird diese Entschuldigungen nicht so einfach akzeptieren, wie wir. Sie werden sagen, „jeder hat Stress bei der Arbeit“, oder „harte Zeiten gehören zum Leben dazu“.

Gewohnheiten verbinden

Eine neue Gewohnheit anzufangen ist schwer. Ich habe mir früher öfter vorgenommen 15 Minuten täglich zu meditieren. Allerdings kam ich oft erschöpft nach Hause, musste noch kochen, abwaschen und dann wollte ich erst mal meine Ruhe haben und zur Entspannung etwas anschauen. Danach war ich müde und außerdem musste ich am nächsten Morgen wieder früh raus.

Was mir hierbei extrem geholfen hat, war es die Gewohnheit mit einer anderen zu verbinden. Es erfordert viel weniger Willenskraft eine neue Gewohnheit mit einer alten zu verbinden, als eine neue zu erschaffen. Man muss sich nicht extra aufraffen zu meditieren, stattdessen macht man es einfach parallel.

Wie sieht das bei mir aus? Ich habe eine zu-Bett-geh-Gewohnheit: Bevor ich zu Bett gehe, erledige ich den Abwasch, räume meine Wohnung auf und putze Zähne. In dieser Zeit meditiere ich. Ich hocke mich nicht hin und achte 20 Minuten auf meine Atmung, sondern versuche während der Abendroutine im Moment zu sein und an nichts anderes zu denken. Ich lebe einfach den Augenblick und konzentriere mich nur auf die Gegenwart.

Kalender und Post-it

Oft vergessen wir unsere neuen Gewohnheiten, weil sie eben ungewohnt und neu sind. Man möchte mit dem Meditieren anfangen und am ersten Tag vergisst man es, weil man Stress bei der Arbeit hatte. 
Um dem vorzubeugen, kann man ein Post-it als Erinnerung aufhängen. Dieses legt man an einem Ort, wo man es oft sieht und der am besten direkt mit der Gewohnheit zusammenhängt. Wenn man kalt duschen will, kann man einen Post-it in Nähe der Dusche anbringen. Wenn man jeden Tag meditieren will, und man benutzt täglich den Laptop, kann man dort ein Post-it befestigen.

Zusätzlich kann man sich einen Kalender aufhängen und jeden Tag ein Kreuz machen, wenn man sein Vorhaben durchgezogen hat. Ich weiß, dass klingt simpel, aber es fühlt sich gut an etwas abzuhaken. Darum ist eine To-Do-Liste auch so toll, man kann jeden Tag etwas abhaken. Es ist ein kleiner Dopaminrausch für lau ;).

Fazit

Diese drei Techniken haben mir selber extrem geholfen. Es sind zusätzliche Motivationsbooster und setzen an den richtigen Knackpunkten an. Mein persönlicher Liebling ist Gewohnheiten miteinander zu verbinden. Es erleichtert, neue Sachen anzufangen unvorstellbar. Man muss am Anfang etwas kreativ sein, wie man die eine oder andere Gewohnheit miteinander verbindet, aber das ist es auf jeden Fall wert. 

Wenn ihr selber Tipps zu dem Thema habt oder Erfahrungen mit diesen Methoden gemacht habt, dann lasst gerne ein Kommentar da. Ansonsten lesen wir uns wieder nächsten Montag ;).

Euer Stophel

4 Kommentare

  1. Es gibt wohl kaum eine bessere Zeit, um Gewohnheiten zu ändern als jetzt, in der Corona-Krise. Wohl kaum jemals zuvor haben so viele Menschen so viele Gewohnheiten verändert, ob sie wollen oder nicht. 😉

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