30 Tage meditieren

Meditation gilt als eines der effektivsten Arten zu entspannen und geistige Klarheit zu erlangen. Viele erfolgreiche Menschen schwören auf ihre tägliche Meditation. Ray Dalio einer der erfolgreichsten Hedgefondsmanager meditiert nach eigenen Aussagen morgens und abends jeweils 20 Minuten. Meditation sei verantwortlich für seinen extremen Erfolg. Einer seiner wichtigsten Investmenttips, ist es regelmäßig zu meditieren.

Was Meditation genau ist und wie man diese praktiziert, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen.

Die Vorteile der Meditation sind gewaltig, doch wie wirkt es sich auf den Alltag aus, wenn man 30 Tage intensiv meditiert? Ich habe schon Erfahrungen mit dem Meditieren gemacht, aber um zu verstehen, wie nützlich oder überbewertet es ist, wollte ich es extremer ausprobieren. Darum habe ich 30 Tage morgens, mittags und abends 15 Minuten meditiert. Ziel war es durch das häufige meditieren, mehr Achtsamkeit in den Alltag zu bringen.

Wie habe ich 30 Tage meditiert?

Morgens habe ich immer eine Sitzmeditation gemacht. Ich habe mich hingehockt, die Augen geschlossen und auf meine Atmung geachtet. Irgendwann habe ich meine Achtsamkeit dann auf die Geräusche um mich herum gelenkt. Mittags habe ich immer eine andere Form praktiziert. Meistens bin ich rausgegangen für Gehmeditation. Anstatt still dazu hocken, habe ich während dem Spazieren meine Umwelt wahrgenommen und versucht an Nichts zu denken. Ansonsten habe ich eine Netflix– oder Spiegelmeditation betrieben. Abends habe ich wieder eine normale Sitzmeditation gemacht.

Auswirkungen während und nach der Meditation 

Nach dem Meditieren waren meine Gedanken um einiges klarer. Im Nachhinein habe ich mich immer ruhiger und entspannter gefühlt. Eine Sache ist mir besonders aufgefallen: Wenn ich Probleme oder belastende Gedanken hatte,, habe ich dies oft zerdenkt, aber ich habe mich nie besser gefühlt oder dass ich jetzt ein Lösung für das Problem hätte.

Während der Meditation sind immer mal wieder Gedanken aufgetaucht. Obwohl ich nicht über die Probleme nachdenken wollte, kamen sie mir dennoch hoch, aber jetzt in einem neutraleren Ton. Ich habe sie aus einem anderen Blickwinkel mit größerer Klarheit und Entspanntheit betrachtet. Ich denke hier spielt das Unterbewusstsein eine große Rolle. Es sorgt dafür, dass die Gedanken nicht komplett verschwinden. Durch die Meditation gehen wir aber anders mit den Problemen um. Außerdem hilft es bei Konflikten mit andern Menschen die Emotionen bei Seite zu lassen und sich besser in das Gegenüber hineinzuversetzen.

Ich habe wirklich häufig festgestellt, wie ich nach dem Meditieren eine Lösung für meine Probleme hatte. Früher habe ich nie verstanden, was es hieß über ein Problem zu meditieren. Eigentlich sollte man beim meditieren an Nichts denken. Durch die Challenge habe ich erfahren, was damit gemeint ist.

Die Meditation war ein kleiner Anker für Ruhe. Außerdem konnte ich besser schlafen, wenn ich Direkt vor dem Einschlafen meditiert habe.

30 Tage meditieren: Auswirkungen im Alltag

Ich habe schon in der Vergangenheit öfters meditiert. Großartige Veränderungen im Alltag habe ich aber nicht bemerkt. Das hat sich durch die 30 Tage meditieren Challenge geändert.

Das häufige und auch lange meditieren, hat mir auf jeden Fall geholfen, die Elemente im Alltag anzuwenden und bewusster zu leben. Vor allem nach zwei Wochen war es normal, dass ich viele Kleinigkeiten wie Tee zubereiten, bewusst machte und mich nur darauf konzentrierte. Dadurch hat sich auch eine neue Gewohnheit gebildet: die kleinen Sachen achtsam und bewusst zu erledigen. Auch beim Spazieren habe ich viel öfter auf die Geräusche geachtet, anstatt im Gedankenkarussell gefangen zu sein. 

Gerade dadurch, dass ich dreimal täglich meditiert habe, war ich immer wieder daran erinnert mehr Achtsamkeit im Alltag zu verwenden. Ich glaube, wenn man nur am Morgen 10 Minuten meditiert, vergisst man es schnell wieder, dies auch im Alltag zu leben. Ich habe für mich festgestellt, dass ich allgemein ruhiger und entspannter war. Auch wenn ich zu der Zeit mit keinen großen Problemen/Krisen konfrontiert war, hatte ich das Gefühl besser mit einer umgehen zu können, weil ich mich geerdet gefühlt habe und meine Resilienz gestärkt ist.

Ich habe vor der 30 Tage meditieren Challenge immer mal wieder morgens 10 Minuten meditiert. Durch die Challenge hatte ich aber wirklich das Gefühl, dass meine Gedanken nicht nur während oder direkt nach der Meditation klarer sind, sondern über den ganzen Tag verteilt. Das hat sich auch positiv auf meine Arbeit ausgewirkt.

Die positiven Auswirken der Meditation wie mehr innere Ruhe und klarere Gedanken, haben sich immer mehr im Alltag integriert je länger das Experiment ging.

Zum Meditieren aufraffen

Die 30 Tage meditieren Challenge war eine sehr angenehmen Herausforderung. Nach kurzer Zeit habe ich mich auf das meditieren gefreut. Ich habe schnell gemerkt wie es den Alltag entschleunigt und man viel entspannter mit den jeweiligen Situationen umgeht. Es gab zwar auch ein paar Einzelfälle, wo das meditieren ziemlich anstrengend war, weil ich geistig immer an etwas gedacht habe und nicht „abschalten“ konnte, aber sowas gehört meiner Meinung nach dazu. 

Vereinzelt war es auch mühsam sich zum meditieren aufzuraffen. Es war dann so wie mit dem Sport. Man hat keine Lust jetzt zu trainieren, aber wenn man es durchgezogen hat, war man jedes mal froh. So war es auch hier, wenn es hieß die Sendung zu unterbrechen und sich aufzuraffen, Nichts zu tun.

Fazit zu 30 Tage meditieren

Obwohl ich hier sehr positiv darüber berichtet habe, werde ich es in dieser Form nicht weiter machen, weil es schon sehr zeitintensiv war. Stattdessen werde ich jeden Morgen und Abend 10 Minuten meditieren.

Was ich mir auf jeden Fall für die Zukunft merke und was ich jedem empfehlen kann: Wenn ihr ein Problem habt, dann meditiert 10 Minuten. Es passiert öfter als man denkt dass während oder danach, eine Lösung für das Problem auftaucht. Diese Erkenntnis alleine war mir das Experiment schon voll wert.

Wenn ihr selber Erfahrungen gemacht habt, wie Meditation euer Leben beeinflusst hat, dann lasst gerne ein Kommentar da.

Ansonsten lesen wir uns wieder nächsten Montag ;).

Euer Stophel

5 Kommentare

  1. Hallo Stophel,
    Danke für Deine wöchentlichen Anregungen.
    Ich meditiere aktuell morgens 20-45 Minuten und werde dadurch auch ruhiger und gelassener. Mein Startpunkt war ein Vipassana Meditationskurs über 10 Tage.
    Guten Wochenstart JDR

  2. Hi Stophel,
    ich habe grad ein 21 Tage Meditationsprogram von Deepak Chopra hinter mir.
    Das waren täglich ca 10 – 15 Minuten Gedankenanregungen zum Thema Fülle und davon dann aber „nur“ 5 Minuten direkte Meditation.
    Ich habe aber wiedermal bemerkt dass 5 Minuten eindeutig zu kurz für mich sind – bei 15/ 20 Minuten, schaff ich es eher mal 1/ 2 Minuten wirklich ohne Gedanken zu sein 🙂 (und das find ich wirklich angenehm).
    Aber auch so tat es gut, und diese kurze Zeit ist wirklich leicht zu investieren.
    Liebe Grüße!

  3. ja definitiv, ich finde auch dass es schon hilft manchmal nur ein paar wenige Minuten zu versuchen im Augenblick zu leben 🙂

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