Die 1-Minute-Methode

Das Problem

Wir wollen gesünder leben, mehr Sport treiben, ein neues Hobby anfangen oder uns persönlich neu ausrichten. Die Meisten von uns haben konkrete Vorstellungen, wie sie ihr Leben ändern und verbessern wollen.

Wenn man nach einem anstrengenden Tag nach Hause kommt, ist die Motivation jetzt noch ein 45 Minuten Workout zu absolvieren und gesund zu kochen, meistens eher gering. Wirklich verdenken, kann man es keinem, wenn man nach zehn Stunden Arbeit lieber eine Tiefkühlpizza in den Ofen schiebt, anstatt etwas Gesundes zu kochen.

Die 1-Minute-Methode hilft, trotz einem anstrengenden Tag, sein Leben mit neuen Gewohnheiten

einfach zu ändern.

Wie funktioniert die 1-Minute-Methode?

Wenn wir einen neuen Vorsatz fassen, sind wir in dem Moment Feuer und Flamme. Wir wollen uns verändern und etwas Neues ausprobieren. Aber meistens sagen wir nicht „ich fange sofort damit an„, sondern wir sagen uns: „Morgen fange ich damit an“.

Zufällig war der folgende Tag besonders anstrengend und wir denken uns: „Morgen fange ich an, der eine Tag macht auch nichts mehr aus“. Wir machen damit nichts anderes als prokrastinieren und Ausreden finden.

Die 1-Minute-Methode sagt, dass man eine Minute am Tag widmet, um eine neue Sache durchzuziehen. Eine Minute hat jeder von uns Zeit. Selbst wenn ein Krieg ausbricht und alle Verschwörungstheoretiker Recht hatten und die Apokalypse naht, hätte man auch in so einem Szenario eine Minute Zeit. 

Wieso funktioniert die 1-Minute-Methode?

Wir alle fassen uns mal neue Vorsätze wie z.B. gesünder zu leben. Aber die Mehrheit setzt ihr Vorhaben nicht um. Das hat vor allem folgenden Grund:

Wir sind Meister darin Ausreden zu finden. Wie oft hat sich jeder schon mal vorgenommen mehr Sport zu treiben und dann Ausreden gefunden, wieso es heute einfach nicht klappen kann. Ich kann nicht ins Fitnessstudio, weil es draußen regnet, oder ich muss morgen früh raus oder ich fühle mich nicht gut und sollte mich lieber ausruhen. Durch die 1-Minute-Methode kann mann solche Ausreden nicht mehr benutzen: Wenn es regnet, kann man drinnen eine Minute Liegestütze machen. 1-Minute-Plank wird nicht dazu führen, dass man weniger Schlaf bekommt. Wenn man sich schwach fühlt, kann man 1 Minute Kniebeugen machen. Jede Ausrede, die man bringen könnte, wird hinfällig.

Der Widerstand, den wir verspüren, wenn wir etwas Neues anfangen, wird nahezu auf Null reduziert. Wir brauchen keine Willenskraft mehr, um unseren inneren Schweinehund zu überwinden. 

Die 1-Minute-Methode zu ineffektiv für Veränderungen?

Vielleicht wird jetzt der ein oder andere Leser denken: Schön, aber wenn ich jeden Tag eine Minute Sport mache, macht das auch keinen Unterschied. 

Das stimmt wahrscheinlich auch. Allerdings haben wir durch die 1-Minute-Methode zwei große Vorteile, wodurch doch Veränderungen passieren:

  1. Das schlimmste ist immer die Überwindung. Jeder kennt die Situation, dass man keine Lust auf Sport hatte, aber nachdem man sich überwunden hatte, war es nicht schlimm und man war froh Sport getrieben zu haben. Wenn man eine Minute absolviert hat, denkt man sich oft: Jetzt habe ich mich schon dazu aufgerafft, jetzt kann ich auch noch mehr als eine Minute trainieren.
  2. Der andere Punkt sind die Gewohnheiten. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Nach einer aktuellen Studie, haben wir nach 66 Tagen eine Gewohnheit soweit verfestigt, dass es für uns unangenehmer ist, sie nicht mehr zu machen, als sie zu machen. Die 1-Minute-Methode hilft diese Gewohnheit soweit zu festigen. Wenn man sich vornimmt jeden Morgen eine Minute Sport zu treiben, kann man viel einfacher die neue Gewohnheit etablieren. Oft wird es auf mehr als eine Minute Sport rauslaufen. Wenn es dann fester Bestandteil der Gewohnheit ist, kann man das Trainingspensum zudem erhöhen.

Eigene Erfahrungen

Mit der 1-Minute-Methode habe ich nicht direkt Erfahrungen gesammelt. Ich habe aber eine Zeit lang ein ganz spezielles Sportprogramm durchgezogen: Jeden Tag habe ich einen Liegestütz gemacht.  Es basiert auf genau dem gleichen Prinzip. Bei einem Liegestütz, konnte ich keine Ausrede finden, wieso ich es nicht machen kann. Meistens habe ich deutlich mehr als nur einen gemacht, weil ich mir dachte: Wenn ich jetzt schon mal unten bin, kann ich auch gleich mehr machen.

Vor allem, wenn man merkt dass man wenig Disziplin besitzt, ist das die ideale Methode mit einer neuen Gewohnheit anzufangen. Die 1-Minute-Methode kann man perfekt mit der flexiblen Gewohnheit verbinden.

Das war es die Woche wieder von mir. Lasst mir gerne ein Kommentar da, ansonsten lesen wir uns wieder nächste Woche ;).

Euer Stophel.

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