Die 90-90-1-Regel

Der Morgen ist am wichtigsten

Die Art wie man den Morgen beginnt, ist entscheidend wie der restliche Tag verläuft. Ich denke, dass kann jeder aus eigener Erfahrung bestätigen. Wenn die erste Hälfte des Tages nicht produktiv war, dann ist es selten die zweite Hälfte. Darum ist es wichtig, direkt am Morgen in den richtigen Modus zu kommen, um die Weichen für den restlichen Tag zu legen.

Hierfür hat der berühmte Buchautor Robin Sharma die 90-90-1-Regel entwickelt.

Was funktioniert die 90-90-1-Regel?

Die nächsten 90 Tage, soll man die ersten 90 Minuten des Morgens für ausschließlich 1 Aufgabe verwenden. Es geht hier vor allem um die richtige Priorisierung. Es fußt auf das Prinzip von Brian Tracy „Eat the frog first*“. 

Oft ist es so, dass wir uns für einen Tag viele Sachen vornehmen. Manche sind sehr wichtig und andere sind unwichtig. Wir Menschen haben es in unserer Natur, die unangenehmen und anstrengenden Sachen aufzuschieben und die angenehmen, einfachen Sachen stattdessen zu erledigen. In der Regel ist es so, dass die unangenehmen Sachen, die sind, welche uns am meisten weiterbringen, um unsere Ziele zu erreichen. Anstatt die wichtige Hausarbeit zu schreiben, putzen wir erstmal die Wohnung. Danach machen wir die Wäsche und dann die anderen anstehende Sachen. Die Hausarbeit verschieben wir getrost auf Morgen. 

Wenn wir ehrlich mit uns selber sind, hätte es uns mehr gebracht, die Wohnung später zu putzen oder gerade dies auf Morgen zu verschieben. 

Mit der 90-90-1-Regel sollen wir uns im Vorfeld klarmachen, was das aktuell wichtigste Projekt für uns persönlich ist. Vielleicht will einer ein Buch schreiben und hat das lange aufgeschoben. Oder man hat auf der Arbeit ein sehr wichtiges Langzeitprojekt, was man auf die langen Bank schiebt. Oder es nahen die Prüfungen zum Ende des Semesters und Netflix vereinnahmt uns zu sehr. 

Wieso die ersten 90 Minuten?

Mit der 90-90-1-Regel schlagen wir der Prokrastination ein Schnippchen. Anstatt dass wir die Aufgabe immer weiter nach hinten verschieben und die Wohnung putzen, wenden wir uns die ersten 90 Minuten des Tages nur diesem Projekt zu. Es ist die erste Sache am Morgen, so dass wir keine Ausrede finden, was anderes zu erst zu machen.

Außerdem sind wir morgens am konzentriertesten, kreativsten und haben die meistn Energie. Wieso sollten wir die Zeit, wo wir die beste Arbeit vollbringen, mit unwichtigen Aufgaben vergeuden? Nutzen wir sie lieber für Angelegenehiten, die uns wirklich wichtig sind. Die Wohnung kann man auch noch aufräumen, wenn die Konzentration vorüber ist.

Wieso 90 Tage und 90 Minuten?

Wir Menschen sind Gewohnehitstiere. Nach aktuellen Studien brauchen wir 66 Tage, bis sich eine Gewohnheit soweit manifestiert hat, dass es für uns unangenehmer ist, diese nicht mehr zu machen, als sie zu machen.. Halten wir 66 Tage durch, dann haben wir eine neue, dauerhafte Gewohnheit geschaffen. Die 90 Tage gehen darüber hinaus, aber sie zielen auf den gleichen Mechanismus ab. Nach dieser Zeit ist es eine feste Gewohnheit an unserem Projekt zu arbeiten.

90 Minuten ist eine Zeitspanne, die ausreicht um an jeden Tag Fortschritte zu erzielen. Fünf Minuten sind für komplexe Projekte definitiv zu wenig. Mit 90 Minuten kann man da schon mehr erreichen. Außerdem lässt unsere Konzentration nach 90 Minuten massiv nach und baut ab. Die große Mehrheit braucht spätestens nach 90 Minuten eine Pause, um weiter konzentriert zu arbeiten. Das ist auch der Grund, wieso in Schulen und Universitäten nach 90 Minuten immer eine kurze Pause eingelegt wird. 

Meine Meinung zu 90-90-1-Regel

Wie wir unseren Morgen starten, ist entscheidend wie der restliche Tag verläuft. Wie man ihn genau beginnt, ist nebensächlich. Wir Menschen sind alle verschieden und darum gilt es für jeden selber rauszufinden, was einem am meisten zusagt. Ich persönlich bevorzuge es den Tag mit der 20-20-20-Methode aus dem Buch der 5-Uhr-Club* zu beginnen. Das funktioniert für mich am besten. Das ist eine reine Geschmacksfrage. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile und man muss für sich selber entscheiden ob und welche in Frage kommt.

Das war es diese Woche wieder von mir. Lasst mir gerne ein Kommentar da, wenn der Artikel euch gefallen hat oder ihr Erfahrungen dazu gesammelt habt. 

Ansonsten lesen wir uns wieder nächste Woche ;).

Euer Stophel.

2 Kommentare

  1. Also, Wohnunputzen gehört zu den Dingen, die ich immer auf morgen verschiebe. Lieber tue ich alles andere erst – auch Romane schreiben. Außerdem bin ich ein Morgenmuffel. Es stimmt für mich nicht, dass ich am Morgen am kreativsten bin, sondern eher in der Nacht. Hast du für solche Menschen wie mich ein Konzept? Liebe Grüße!

  2. Auch hier ist eine feste Routine von Vorteil. Alles worauf sich der Körper und Geist einstellen kann, dass du jetzt schreiben wirst. Durch solche Gewohnheiten/ Routinen kommt man dann leichter in den „Schreibmodus“.

    In der Nacht ist es auch um einiges ruhiger als am Tag, selbst wenn man alleine zuhause ist. Vielleicht hilft dir gerade dann etwas ruhige Musik ohne Gesang, wie Klaviermusik oder einfach Elekrtobeats.

    Als ich Nachts gelernt habe, war es für mich persönlich wichtig, dass der Arbeitsplatz sehr hell war, dadurch hatte ich mehr Fokus.

    Vielleicht hilft dir ja einer dieser Tipps 🙂

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