Tipps für Willenskraft

Im heutigen Beitrag will ich ein paar Tipps geben, wie man seine Motivation und Willenskraft verbessert. Wir alle haben das Problem, dass wir uns Vorsätze machen und diese nicht umsetzen. Wie motiviert wir sind, ist abhängig von verschiedenen Faktoren, welche alle in einer Wechselwirkung zu unserer Willenskraft stehen.

Willenskraft und die zwei Teile im Gehirn

Dr. Kelly McGonigal hat mich mit ihrem Buch The Willpower Instinkt (https://amzn.to/2GFwZsF)* für den heutigen Artikel inspiriert und erklärt unsere Willenskraft folgendermaßen: Wir haben zwei Gehirnteil. Ein Gehirnteil ist impulsiv und immer auf der Suche nach kurzfristigen Spass, Genuss und Unterhaltung. Der andere Teil unseres Gehirns ist vernünftig und schaut langfristig in die Zukunft und trifft Entscheidungen wie Sport machen oder auf Alkohol zu verzichten. Diese Entscheidungen kosten Willenskraft. Nicht nur die Entscheidung Laufen zu gehen, kostet uns Willenskraft. Auch gegen unserer impulsiven Gehirnhälfte anzukämpfen, zerrt an unserer Willenskraft. Jedes Mal wenn wir ein Stück Torte sehen und es nicht essen, bezahlen wir mit einem Teil unseres Tageskontigent an Willenskraft. Über den Tag treffen wir viele solche „passiven“ Entscheidungen und bemerken gar nicht, wie viel Kraft wir dafür verbrauchen.

Je weiter der Tag sich dem Ende neigt, desto schwächer wird unsere Willenskraft und das impulsive, Gehirn, das den kurzfristigen Genuss will, gewinnt immer mehr die Oberhand. Das ist der Grund, wieso viele nach einen langen, anstrengenden Tag nicht mehr ins Fitnessstudio gehen. Es liegt nicht daran, dass sie zu müde und erschöpft sind. Wenn das der Fall wäre, würden sie sofort ins Bett gehen und schlafen. Ihre Kraftreserve Entscheidungen zu treffen, ist einfach völlig erschöpft.

Tipps für Willenskraft: Eat the frog first

Nach dem Aufstehen, ist unsere Willenskraft am stärksten, weil wir noch Nichts von ihr verbraucht haben. Darum sollte man gerade den Morgen nutzen, um die wichtigsten Aufgaben zu erledigen. Wenn man nach der Arbeit zu unmotiviert für Sport ist, dann wäre es eine Möglichkeit direkt nach dem Aufstehen zu joggen. 

Aus diesem Gedanken hat sich das Buch von Brian Tracy Eat The Frog First (https://amzn.to/3h5HDW1)* entwickelt: Es gibt eine Sache jeden Tag, die uns am weitesten voran bringt im Leben. Was wäre das Wichtigste heute zu erledigen? Oft ist diese Sache mit Arbeit und Unannehmlichkeiten verbunden. Darum schieben wir sie weiter nach hinten und machen erst die angenehmen Sachen des Tages. Wir sagen uns: Ich mache es einfach später. Es wird aber immer später und unser vernünftiger Teil des Gehirns bzw. unsere Willenskraft wird immer schwächer. Wir bewegen uns in einen kleinen Teufelskreis. Irgendwann kommen wir zu dem Punkt, wo wir es für heute aufgeben. Das ist einer der Hauptgründe für Prokrastination.

Energieräuber eliminieren

Bei jeder Entscheidung verbrauchen wir also kostbare Willenskraft. Um möglichst lange und effizient zu sein, sollte man zu Beginn des Tages, wenige Entscheidungen treffen. Eine Hilfe ist es das Handy ausschalten, damit nicht lauter Benachrichtigen kommen oder man im Internet surfen kann. Auch hier kämpfen wir durchgehend gegen die Versuchung an nicht an das Handy zu gehen. Wenn man im Homeoffice ist, kann man das Handy bis zum Mittagessen in den Briefkasten einschließen. So verbraucht man keine Willenskraft und prokrastiniert weniger.

Willenskraft wieder auffüllen

Wichtig ist es auch Pausen zu machen. Wenn man im Fitnessstudio trainiert, macht man auch zwischen jedem Set eine kurze Pause, bevor es weiter geht. Ideal sind „reizarme Pausen“. Damit meine ich Sachen, wo unser Gehirn wirklich entspannen kann, wie Spazieren gehen oder ein Nickerchen. Auch wenn viele bei Netflix entspannen, sind die vielen Reize, die dabei auf unser Gehirn einwirken, anstrengend und belastend.

Tipps für Willenskraft: Das richtige Mindset

Ein anderer wichtiger Punkt ist das richtige Mindset. Je größer und schwerer eine Aufgabe uns erscheint, desto eher werden wir sie nicht angehen oder schon noch kurzer Zeit aufhören. Wir glauben nicht, dass wir es schaffen können und unser Gehirn gibt hierfür keine Willenskraft frei.

Dieses Problem kann man umgehen, indem wir unser Ziel in viele kleine Zwischenziele runter brechen. Ein Marathon Läufer denkt selten: Ich muss nur noch 39 km laufen. Das wirkt zu groß. Um durchzuhalten hilft es von Kilometer zu Kilometer zu denken. Man denkt also: 1 km muss ich laufen… und das 30 mal. 1 km klingt machbar und wenn man den geschafft hat, kann man auch nochmal einen laufen. Als ich Halbmarathon gelaufen bin, hat mir das extrem geholfen. Aus den übrigen 30 km, werden 30 kleine Zwischenschritte. Es wird überschaubar und machbar für unser Gehirn.

Selbstvertrauen

Unsere Willenskraft hängt eng mit unserem Selbstvertrauen zusammen. Je niedriger es ist, desto niedriger ist unsere Willenskraft. Wenn man schon 1.000 mal versucht hat mit dem rauchen aufzuhören, wird unser Unterbewusstsein nicht mehr glauben, wenn wir es erneut versuchen. Es wird automatisch weniger Willenskraft zur Verfügung gestellt. Selbstvertrauen, ist das Vertrauen in sich selbst, zu seinem Wort zu stehen. Je größer unser Selbstvertrauen ist, desto stärker ist unsere Willenskraft. Was genau Selbstvertrauen ist und wie du es aufbaust, kannst du in diesem Artikel nachlesen ;).

Das war es die Woche wieder von mir. Lasst mir gerne ein Kommentar da, ansonsten lesen wir uns wieder nächsten Montag ;).

Euer Stophel

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