Super einfacher Trick für eiserne Disziplin

In den letzten zwei Artikel Tipps für mehr Willenskraft und Don’t-Break-The-Chain ging es bereits darum die Selbstdisziplin zu stärken. Diese Woche bin ich auf eine ganz neue Methode aufmerksam geworden, die meiner Meinung nach vielen Menschen langfristig helfen kann.

Wahrscheinlich kennt jeder von uns das Szenario: Man möchte mit Sport anfangen, gesünder ernähren, weniger trinken usw. Wir fangen mit den Vorsätzen an, aber nach kurzer Zeit sind wir wieder beim Status Quo. Darum möchte ich euch eine Methode vorstellen, mit der wir unser Gehirn umprogrammieren, dass es etwas völlig normales ist, unsere Ziele zu erreichen.

Wir machen es zu unserer neuen Gewohnheit, dass alles was wir uns vornehmen auch wirklich umsetzen. Und alles was wir dafür brauchen ist eine To-Do-Liste.

Die To-Do-Liste

Wieso die meisten Menschen an ihren To-Do-Listen scheitern und diese für sie sogar schlecht sind, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen. Nur so viel vorweg. Auf der To-Do-Liste dürfen nie mehr als sechs Punkte stehen!! Ich schreibe immer abends im Bett die wichtigsten sechs Sachen auf, die ich morgen abhaken möchte.

Neue Gewohnheit schaffen mit der To-Do-Liste

Mir ging es anfangs mit der To-Do-Liste so, dass ich zwar immer einige Sachen aufgeschrieben habe, aber nur selten alle abgehakt habe. Oft haben ein oder zwei Punkte gefehlt. Wir wollen mit dem heutigen Trick, es zu unserer festen Gewohnheit machen, ALLE Punkte auf unserer To-Do-Liste abzuhaken. Damit es zu einer Gewohnheit wird, müssen wir es drei Wochen lang umsetzen, jeden Tag alle Punkte auf der To-Do-Liste abzuhaken. Ich behaupte mal, dass 95 % der Menschen mit To-Do-Liste das noch nie geschafft haben. 

Wie können wir das schaffen?

Wenn so viele scheitern, wie sollen wir es dann besser machen? Die neue Gewohnheit heißt die To-do-liste vollständig abhaken, aber wie schwer die einzelnen Aufgaben sind, davon ist keine Rede ;). Und hier beginnen wir unser Gehirn auszutricksen. 

Die erste Woche schreiben wir auf unsere To-Do-Liste nur sehr einfache Aufgaben, die wir sowieso am nächsten Tag machen würden. 

Beispiel:

  • Duschen
  • Zur Arbeit gehen
  • Einkaufen gehen
  • Lesen
  • Abwasch machen

Nach einer Woche hat sich unser Gehirn darauf eingestellt, die Sachen auf der Liste durchzuziehen. Außerdem haben wir positive Assoziationen mit der To-Do-Liste geschaffen, weil immer wenn wir etwas abhaken und unsere Vorhaben erreichen das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet wird ;).

Zweite Woche

Wie bei einem Trainingsplan, heben wir in der zweiten Woche die Schwierigkeitsstufe an. Wichtig ist, dass es immer noch einfach für uns ist. alle Punkte auf der To-Do-Liste zu erfüllen.

Es können immer noch Sachen drauf stehen, die wir sowieso erledigen, aber es sollte jetzt auch Punkte darauf sein, die es schwieriger machen. 

Beispiel:

  • Zähne putzen
  • Laufen gehen
  • Obst essen
  • Meditieren
  • Zur Arbeit gehen

Die dritte Woche

In der dritten Woche erhöhen wir die Schwierigkeitsstufe noch einmal. Jetzt stehen keine Sachen mehr drauf, die wir auf jeden Fall erledigen würden. Außerdem sind die Aufgaben auch nicht mehr so einfach, sondern verlangen uns mehr Willenskraft ab.

Beispiel:

  • 1 Stunde Fitnessstudio
  • Meditieren 
  • Gesund Kochen
  • usw.

Es können natürlich weiter einfache Aufgaben auf der To-Do-liste stehen. Nach drei Wochen sollte, aber unser Gehirn so umprogrammiert sein, dass wir auch schwere Vorhaben auf jeden Fall durchziehen.

Vor allem Leute, die noch sehr undiszipliniert sind, können von dieser Methode langfristig profitieren.

Das war es die Woche wieder von mir. Lasst mir gerne eure Meinung in Form eines Kommentars da ;).

Ansonsten lesen wir uns wieder nächsten Montag. 

Euer Stophel

5 Kommentare

  1. Diese Trennung der Aufgaben-Liste und der eigentlichen ToDo-Liste finde ich super. Wo ich die Trennung lese?

    Es gibt immer mehr als diese fünf bis sechs Punkte. Die stehen auch irgendwo. Aber eben einen „Tagesplan“ zu machen, den man schaffen kann, will und wird, das ist super. So etwas haben wir auch in unserem Zeit- und Selbstmanagement-Kurs gelernt, der von der Arbeit her obligatorisch ist (in meinem Fall beim Arbeitgeber „Land Baden-Württemberg“).

    Leider gibt es allzu oft Menschen, die versuchen, die ToDo-Liste zu kapern. Eine Kollegin von mir wollte, dass wir unsere ToDo-Liste elektronisch und öffentlich führen, quasi zur Kontrolle und um in das Management der Aufgaben einzugreifen. In dem Moment wird das ausgehebelt.

    Natürlich spielt das Aufgabenmanagement einzelner Teammitglieder auf der Arbeit auch für das Team eine Rolle. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Wenn aber das Selbstmanagement von anderen gekapert wird, kann das bis hin zum Mobbing gehen, indem andere die ToDo-Liste bewerten, unschaffbar füllen usw.

    Dein Beitrag hat mir mal wieder vor Augen geführt, wie ich eigentlich ToDo-Listen führen und benutzen möchte und wie sehr gewisse Kollegen mir das vergällt haben. Ich sollte es in dem von Dir beschriebenen Sinne mal wieder anfangen!

  2. Wenn die To-Do-Liste öffentlich wäre, hätte ich sie die längste Zeit betrieben. Finde sowas erzeugt nur unnötig Druck und Stress und Kontrolle…

  3. Danke für die Tipps.
    Wenn es das Ziel ist, die To-Do‘s dann auch wirklich abhaken zu können, dann wird man auch genauer und realistischer bei der Formulierung der To-Do‘s. Zum Beispiel das To-Do „Durchsicht Auto“ lässt sich schlecht abhaken. Besser wäre „Werkstatt anrufen und Termin machen“

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