Hara Hachi Bu

Die Japaner gehören zu den schlanksten Menschen auf der Welt. Im Gegensatz dazu sind in Deutschland zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen übergewichtig (Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Themen/Uebergewicht_Adipositas/Uebergewicht_Adipositas_node.html). Worin liegt der Unterschied zwischen uns und den Japanern?

Hara Hachi Bu: Aufhören wenn der Magen zu 80 % gefüllt ist

Die japanische Insel Okinawa ist weltweit bekannt, dass ihre Bewohner besonders alt und gesund werden. Einer der Gründe liegt in der mentalen Einstellung des Hara Hachi Bu. Wörtlich übersetzt bedeutet das: Acht Teile von Zehn voll. Etwas freier übersetzt heißt es: Fülle den Magen, bis er zu 80 % voll ist.

Seinen Ursprung hat das Hara Hachi Bu aus einer Hungerkrise. Die Lebensmittel waren sehr knapp und um nicht zu verhungern, rationierte man das Essen. Das hat sich zu einer Tugend weiterentwickelt dem Hara Hachi Bu. Der Gedanke ist: „Essen bis man nicht mehr hungrig ist“. Im Unterschied dazu essen wir in Deutschland meistens bis wir vollständig satt sind. Oft sind wir nach dem Abendessen so voll gefressen, dass wir nur noch auf dem Sofa liegen können.

Der Unterschied zu den meisten Diäten

 Das Hara Hachi Bu verbietet keine Lebensmittel. Bei vielen Diäten heißt es, man verzichtet auf Zucker oder Kohlenhydrate. Hier geht es darum sich in Mäßigung zu üben. Man soll gerade nicht hungern, aber sich auch nicht satt fressen, dass man danach nichts mehr machen kann. 

Hara Hachi Bu umsetzten durch Achtsamkeit

Bei mir ist es so, dass ich zum Essen immer eine Serie anschaue. Ich achte nicht wirklich auf den Geschmack, sondern konsumiere einfach. In Japan ist die Mentalität anders. Essen ist etwas besonderes und man nimmt sich die Zeit auf das Essen zu achten. Studien haben gezeigt, dass man weniger verspeist, wenn man langsamer isst und auf den Geschmack achtet.

Woher soll man überhaupt wissen, wann der Magen zu 80 % voll ist? Das ist eine Übungssache.

Die meiste Zeit achten wir beim Essen nicht auf unseren Körper. Wir schlingen es einfach in uns rein, bis wir sind vollgestopft sind. Wenn man sich auf das Essen konzentriert, isst man tendenziell langsamer. Der Körper hat mehr Zeit zu reagieren und Signale zu senden, dass man nicht mehr hungrig ist. Wenn man das Essen schnell reinschlingt, kommt dagegen das Sättigungsgefühl sehr plötzlich. Je öfter man darauf achtet, desto besser entwickelt man ein Gefühl, wann der richtige Zeitpunkt ist aufzuhören. Ob man das geschafft hat merkt man direkt nach dem Essen. Wenn man sich voltgefressen hat, will man nur noch auf dem Sofa liegen und entspannen. Wenn man Maß gehalten hat, fällt es leicht noch etwas aktives zu machen.

Resümee

Der Vorteil ist, dass es sich hier um eine Gewohnheit handelt. Sobald man sich daran gewöhnt hat, ist es einfach das über einen sehr langen Zeitraum durchzuziehen. Was ich persönlich interessant finde, dass sogar hier das 80/20-Prinzip greift.

Das war  es diese Woche wieder von mir. Ich hoffe der Artikel hat euch gefallen. Lasst mir gerne ein Kommentar da, ansonsten lesen wir uns wieder nächsten Montag.

Euer Stophel 😉

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