Wie man mehr Bücher ließt, obwohl man lesen hasst

Für manche Menschen gehört das Lesen zum Alltag fest dazu. Es ist für sie ein Hobby, das sie gerne nachgehen und ihnen viel Spass macht. Andere Menschen wollen mehr lesen, aber sobald sie damit anfangen, verlieren sie das Interesse. Handy und Netflix scheinen mehr Spass zu machen und es fällt ihnen schwer, sich auf das Lesen zu konzentrieren. Oft schiebt man sich dann in die Schublade Ich bin einfach kein „Leser“

Dennoch würden einige von ihnen gerne zu den „Lesern“ gehören. Ich habe hier fünf Tipps, die einen dabei helfen:

Tipp 1: Niedriges Ziel setzen

Es geht darum eine neue Gewohnheit anzufangen. Wenn man nie freiwillig ein Buch gelesen hat, wäre es unrealistisch sich vorzunehmen, jede Woche ein Buch zu lesen. Unser Unterbewusstsein wird große Zweifel haben, ob wir das durchziehen. Zudem würde es oft zu folgenden Situationen kommen: Die ersten Tag der Woche hat man keine Lust zu lesen und gegen Ende der Woche stellt man fest, dass man es zeitlich nicht mehr schaffen wird, ein Buch komplett zu lesen. Darum kann man es auch gleich sein lassen. 

Stattdessen sollte man das Ziel extrem niedrig ansetzen z.B. eine einzige Seite am Tag lesen. Es dauert maximal zwei Minuten eine Seite zu lesen. Dadurch wird die neue Gewohnheit nicht zu einer merklichen Belastung für den Alltag. Zwei Minuten Zeit hat jeder am Tag.

Oft ließt man dann auch mehr als nur eine Seite, wenn man damit angefangen hat. Das Wichtige an der Methode ist es aber, das Lesen zu einem festen Bestandteil zu machen. 

Tipp 2: Lesen bevor man ins Internet geht

Wie schon in diesem Artikel erwähnt, ist das Internet voll mit Dopamin. Die Nachrichten auf den Messenger, Likes auf Instagram und die neusten Youtube-Videos lassen unser Gehirn mit nur einem Mausklick sehr viel Dopamin (Glückshormon) ausschütten. Ein Buch wird es in aller Regel nicht schaffen (zumindest nicht so schnell), die gleiche Menge Dopamin zu erzeugen.

Wenn man im Internet so viel Dopamin bekommen hat und danach ein Buch ließt, wird es im Vergleich langweiliger sein, weil man (nicht so schnell) die gleiche Menge Dopamin erhält. Gerade wenn man mit dem Lesen von Büchern anfängt, wirkt es dadurch langweiliger, weil der Kontrast so stark ist.

Tipp 3: Gewohnheiten verbinden

In diesem Artikel habe ich bereits ausführlich darüber geschrieben, wie man Gewohnheiten miteinander verbindet und welche Vorteil das hat. Um es kurz zusammen zu fassen: Es ist viel leichter eine neue Gewohnheit zu etablieren, wenn man sie mit einer Bestehenden verbindet. Wenn Du z.B. jeden Morgen einen Kaffee trinkst, kannst Du diese Gewohnheit mit dem Lesen von einem Buch verbinden.

Tipp 4: Sich als Leser betrachten

Wir neigen dazu Menschen oft in Schubladen zu stecken. Und damit machen wir auch vor uns selber nicht halt. Wenn wir uns selber als eine Person betrachten, die lesen hasst und einfach kein „Leser“ ist, dann wird unser Ego und Unterbewusstsein innere Widerstände gegen das Lesen aufbauen und es wird viel schwerer sich dazu zu „überwinden“. 

Tipp 5: Hörbücher

Ein sanfter Einstieg wäre es mit Hörbüchern anzufangen. Die meisten Menschen die gerne lesen, hören auch gerne Hörbücher. Außerdem kann man nebenzu noch andere Sachen machen z.B. Videospiele spielen, putzen oder Sport. Wenn man Probleme hat sich mit dem Lesen anzufreunden, wäre das definitiv ein erster Schritt. 

Worte zum Schluss

Abgesehen von Tipp 5, kann man diese Tipps auch für alle anderen Arten von neuen Gewohnheiten anwenden ;).

Das war es diese Woche wieder von mir. 

Lasst mir gerne ein Kommentar da, ansonsten lesen wir uns wieder nächsten Montag ;).

Euer Stophel

Ein Kommentar

  1. Hallo Stophel, danke für den Beitrag. Ich gehöre zu denen, die liebend gern neuen Input aufsaugen, aber das „normale“ Lesen nur wenig in den Alltag integrieren können. Ich höre viel Hörbuch/Podcasts während ich jogge oder um Haushalt unterwegs bin. Und ich muss sagen, ich kann mich an gesprochene Geschichten viel stärker und intensiver erinnern, als an geschriebene. Ich muss allerdings irgendetwas dabei tun. Ich kann mich nicht in den Sessel setzen und hören. Das macht schläfrig.

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