Mit Faulheit zum Erfolg/ Die 20 Sekunden Regel

Ich habe letzte Woche das Buch „Das Happiness-Prinzip“ (https://amzn.to/3kaDbqn)* von Shawn Achor gelesen.

Es hat mir viele neue Impulse gegeben. Einer davon ist die 20-Sekunden-Methode.

Das Grundproblem unserer Faulheit

Es ist nichts schlimmes daran sich zu entspannen und neue Kraft zu tanken. Oft ist es aber so, dass wir durch unsere Faulheit in negativen Gewohnheiten fallen. Vor allem nach einem anstrengenden Tag, wird man eher ein paar Stunden vor dem Handy oder Fernseher verbringen, als ins Fitnessstudio zu gehen oder ein Buch zu lesen. Gegen Entspannung ist nichts einzuwenden, aber oft wollen wir noch andere Sachen machen, z.B. ein neues Instrument lernen. Aufgrund von unserer Faulheit gehen wir dem dann nicht mehr nach. Stattdessen verbringen wir den Abend auf Instagram oder Netflix. Es bleibt danach ein schlechtes Gewissen über die verlorene Zeit. 

Das gleiche Problem hatte der Autor Shawn Achor und er entwickelte deswegen die 20-Sekunden-Methode. Er wollte anfangen Gitarre zu spielen und gleichzeitig weniger Fernseh schauen. Aber nach einen anstrengenden Arbeitstag, war es einfacher den Fernseher anzuschalten und auf dem Sofa zu liegen, als Gitarre zu spielen.

Unsere Willenskraft ist zu erschöpft

Unsere Willenskraft ist wie ein Muskel. Am Ende vom Tag wurde dieser Muskel so sehr beansprucht, dass er völlig erschöpft ist. Man erkennt dies z.B. daran, dass es einem schwerer fällt, Entscheidungen zu treffen. Vielleicht wart ihr nach einem anstrengenden Arbeitstag einkaufen und ihr habt ewig gebraucht euch zu entscheiden, was ihr zu essen kauft. Das lag daran, dass eure Willenskraft schon aufgezerrt war. (Genauseres dazu erfahrt ihr in diesem Artikel). 

So verhält es sich auch in diesem Beispiel: Shawn Achor will Gitarre lernen. Wenn er von der Arbeit kommt, ist er so erschöpft, dass er nicht mehr die nötige Willenskraft hat. Stattdessen macht er etwas das viel einfacher ist z.b. Fernseh schauen. 

Es benötigte hierfür nur einen einzigen Knopfdruck auf der Fernbedienung.

Wenn er Gitarre spielen wollte, musste er stattdessen zum Schrank laufen, die Gitarre rausholen, die richtigen Noten finden und die Gitarre aus dem Koffer holen. Das hat ihm ca. 20 Sekunden gekostet. Das hört sich nach nicht viel Aufwand an, aber im Vergleich zum Anschaltknopf auf der Fernbedienung ist es ein Vielfaches mehr. Diese 20 Sekunden haben ihn davon abgehalten Gitarre zu spielen (daher auch der Name „Die 20-Sekunden-Methode“). 

Negative Gewohnheiten anstrengender machen

Um das zu ändern, hat er die Gitarre neben seine Couche gelegt und den Gitarrenkoffer im Schrank gelassen. So brauchte es nur noch einen einzigen Handgriff, um die Gitarre in den Händen zu halten.

Zusätzlich hat er die Batterien aus der Fernbedienung rausgenommen und sie in eine Schublade in ein anderes Zimmer gelegt. Wenn der Autor nach Hause kam, war er nun oft zu faul die Batterien aus dem andere Zimmer zu holen, in die Fernbedienung zu legen und den Anschaltknopf zu drücken. Stattdessen griff er aufgrund seiner Faulheit zur Gitarre, die direkt neben ihm stand. 

Das Gitarrenspielen wurde 20 Sekunden einfacher und das Fernsehschauen wurde 20 Sekunden anstrengender. 

Die 20-Sekunden-Methode ist auf alles anwendbar

Shawn Achor hatte sein Ziel erreicht: Er hat weniger Fernseh geschaut und angefangen Gitarre zu lernen. Er  hat eine negative Gewohnheit durch eine positive Gewohnheit ausgewechselt. Das Prinzip ist es, die negativen Gewohnheiten 20 Sekunden anstrengender zu machen und die positiven Gewohnheiten 20 Sekunden leichter zu machen. Durch die Faulheit und unsere erschöpften Willenskraft gehen wir den Weg des geringsten Widerstandes. Wir lassen unsere Faulheit für uns arbeiten. 

Man kann das auf nahezu jeden Lebensbereich anwenden: Ernährung, Sport oder Gesundheit. Es geht darum die negativen Gewohnheiten so schwer wie möglich und die positiven Gewohnheiten so leicht wie möglich zu machen. Um mehr Sport zu treiben, kann man die Trainingstasche schon im Voraus packen und vor die Tür legen. Süßigkeiten kann man in einem anderen Raum als dem Wohnzimmer lagern, so das man extra aufstehen und dorthin laufen muss.

Fazit

Ich habe die 20-Sekunden-Methode selber schon oft angewandt, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht wusste, dass es sie gibt. Wenn ich mehr lesen wollte, habe ich das Buch auf mein Bett gelegt. Beim lernen habe ich die jeweiligen Materialien schon am Vortag auf den Schreibtisch hingelegt und die Bücher auf der richtigen Seite aufgeschlagen. Es sind diese kleinen Sachen, die auf lange Sicht einen großen Unterschied machen können.

Das war es diese Woche wieder von mir. Lasst mir gerne ein Kommentar da, ob ihr selber schon damit Erfahrungen gesammelt habt. Ansonsten lesen wir uns wieder nächsten Montag.

Euer Stophel ;).

3 Kommentare

  1. Danke für super Blog. Die 20 Sekunden Regel hat was. Darum liegen meine Bücher immer unter dem Tisch beim Sofa. 🙂
    Freue mich auf weitere Blogs.

    Liebe Grüsse
    Ella

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