Ziele

Erzähle niemandem von deinen Zielen

Wir haben Ziele und Träume, die wir gerne erreichen würden. Es gibt viele Videos und Blogarrtikel, wie man sich am besten Ziele setzt, um diese zu erreichen (hier ein ziemlich guter Artikel dazu :P).

Eine Studie aus dem Jahr 2009 hat neue Erkenntnisse erlangt, wie man die Wahrscheinlichkeit sein Vorhabe durchzuziehen, massiv erhöhen kann. Passend zu Silvester stelle ich euch die Ergebnisse in aller Kürze dar. Nach der Studie erhöht man die Wahrscheinlichkeit massiv, indem man niemanden von seinem Ziel erzählt. Erst wenn man es erreicht hat, informiert man sein Umfeld.

Der Ablauf der Studie

Jeder Teilnehmer sollte ein persönliches Ziel aufschreiben. Danach wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt. Diejenigen in Gruppe A erzählten den anderen von ihrem Ziel. Die Teilnehmer aus Gruppe B wahrten stattdessen Stillschweigen und erzählten nichts von ihrem Vorhaben.

Im zweiten Schritt bekamen alle Teilnehmer 45 Minuten Zeit, um an ihrem Ziel zu arbeiten. Sie durften jedoch zu jeder Zeit damit aufhören oder eine Pause einlegen.

Die Ergebnisse waren ziemlich beeindruckend: Die Mitglieder aus Gruppe B arbeiteten fast die kompletten 45 Minuten an ihrem Ziel. Anschließend wurden die Teilnehmer aus Gruppe B nach ihren Fortschritten befragt und wie lange sie noch brauchen, um ihr Ziel zu erreichen. Die Teilnehmer konnten realistische Antworten geben und den Fortschritt sowie die noch erforderlichen Anstrengungen sehr genau abschätzen.

Gruppe A (welche über ihre Ziele vorher redeten) lieferte ganz andere Ergebnisse. Die Teilnehmer dieser Gruppe arbeiteten durchschnittlich nur 33 Minuten an ihrem Ziel, bevor sie aufhörten. Auf die Frage wie groß ihr Fortschritt ist und wie viel restliche Zeit sie noch benötigten, schätzte die Mehrheit sich komplett falsch ein. Sie dachten, sie wären kurz davor ihr Ziel zu erreichen und das nicht mehr viel dazu fehlt. Als man das sich das näher anschaute, stellten die Wissenschaftler fest,  dass der durchschnittliche Teilnehmer der Gruppe A sich massiv überschätzt hatte und um einiges mehr Zeit benötigen würde.

Obwohl Gruppe A viel weniger Fortschritte erreicht hatte, fühlten sie sich dennoch erfolgreicher und näher an ihrem Ziel.  

Der Grund wieso wir niemandem von unseren Zielen erzählen sollen

Wenn wir jemanden von unserem Ziel erzählen, verhält sich unser Gehirn ähnlich, wie beim Erreichen des Zieles. Unser Hirn schüttet Dopamin aus, dass es eigentlich erst, nach dem Erreichen des Zieles als Belohnung ausschütten sollte. Wir machen im Leben alles nur wegen Glückshormonen. Mit jedem Ziel, das wir uns setzen, versprechen wir uns das Ausschütten von Glückhshormonen wie Dopamin, Serotonin und Noradrenalin. Wenn wir unseren Freunden von unseren Zielen erzählen, erfahren wir die Belohnung sofort. Unsere Motivation lässt folglich massiv nach. Es ist vergleichbar mit folgender Situation: Um einen Schüler zum Lernen zu motivieren, verspricht man ihm ein Geschenk, wenn es eine eins in der nächsten Klausur schreibt. Man gibt ihm jedoch das das Geschenk bereits vor der Klausur, sagt aber zu ihm die ein eins musst du dennoch schreiben.

Es fühlt sich an als hätten wir das Ziel bereits erreicht, obwohl wir noch gar nichts gemacht haben. 

Ich hoffe der Artikel hilft euch bei den Neujahresvorsätzen weiter und ihr könnt eure Ziele erreichen ;).

Das war es dieses Jahr von mir. Lasst mir gerne ein Kommentar da, wenn ihr selber Tricks habt, um eure Neujahresvorsätze zu erreichen und ansonsten lesen wir uns nächstes jähr wieder ;).

6 Kommentare

  1. Endlich sagt es mal jemand!
    Ich bewahre Vorsätze immer im Stillen, nur dann gelingen sie.
    Aber man hat dann halt nix zum erzählen.

    Spricht man über Planungen, bindet man besser ein Team mit ein, das seine Ansichten miteinbringen kann.

    Danke für den Beitrag!

  2. Ich bin in dieser Beziehung auch extrem „abergläubisch“. Früher hieß es, man darf wichtige Ziele nicht zerreden. Ja, über besonders wichtige Ziele war völliges Stillschweigen zu bewahren. Ich habe das bei einigen meiner Projekte so gehalten. Mit Erfolg. Schön eine Bestätigung von der Wissenschaft dafür zu bekommen, für diesen „Aberglauben“.

  3. Das scheint mir richtig zu sein. Wenn ich jemandem von meinen Zielen erzähle, „denkt“ mein Hirn, ich hätte sie schon realisiert, und schon verlieren die Ziele an Energie.

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